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Main Data
Author: Gerhard Waldherr
Title: Die Sinupret-Story Michael Popp: Von einem, der auszog, die Heilpflanzenmedizin zu revolutionieren
Publisher: Haufe Verlag
ISBN/ISSN: 9783648135723
Edition: 1
Price: CHF 6.20
Publication date: 01/01/2020
Content
Category: Wirtschaft/Management
Language: German
Technical Data
Pages: 304
Kopierschutz: Wasserzeichen
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
Ende der Achtzigerjahre steht Michael Popp vor großen Herausforderungen: Die Firma seiner Eltern muss technisch aufgerüstet werden, das Produktportfolio ist nicht mehr zeitgemäß, die finanzielle Situation prekär. Gleichzeitig fordert das Arzneimittelgesetz neue Zulassungen für alle Produkte. Der Kampf ums Überleben beginnt. Zeitsprung: Frühjahr 2019. Bilanzpressekonferenz. Rekordumsatz, Rekordgewinn. Die Produkte der Firma Bionorica stehen bei Ärzten und Apothekern in 52 Ländern hoch im Kurs. Vor allem Sinupret, der Marktführer bei Atemwegserkrankungen und Deutschlands führendes pflanzliches Arzneimittel. Die berühmte Mischung aus Eisenkraut, Holunder, Ampferkraut, Primel und Enzian hat längst Geschichte geschrieben. Inhalte: - Die Wunderrezeptur. Wie alles begann - Ein Mann, eine Firma, eine Erfolgsgeschichte. Der Aufstieg von Bionorica - Phytoneering. Eine Idee erobert die Welt - Forschung über alles. Das internationale Forschungsnetzwerk - Phytovalley Innsbruck. Die Universität der Bionorica - Zurück zur Natur: Michael Popps PhilosophieEin echter Familienunternehmer, Visionär und Mutmacher! Ein Vorbild für nachhaltiges und besseres Wirtschaften! Dieser Titel ist ein Produkt der Reihe 'Professional Publishing for Future and Innovation by Murmann & Haufe'.   Stimmen zum Buch: 'Es ist eine Geschichte über den Aufstieg der Pflanzenarzneien in die Liga der ernsthaften Medizin.' Cicero 'Die Sinupret-Story zeigt, was erfolgreiche deutsche Unternehmer ausmacht: Mut, Leidenschaft und Offenheit für die Zukunft. Eine Biografie mit Mehrwert!' Frank Thelen

Gerhard Waldherr, geboren 1960 in Bad Tölz, ist Buchautor, Reporter und Publizist. Er war professioneller Eishockeyspieler und ist Diplom-Betriebswirt (FH). Seine journalistische Laufbahn umfasst Stationen als Sportredakteur bei der Süddeutschen Zeitung, Reporter beim Stern sowie freier Korrespondent und Buchautor in New York. Er schrieb u.a. für GEO, Die Zeit, Spiegel Special, Merian, Brigitte und Greenpeace Magazin und war von 2006 bis 2015 Chefreporter des Wirtschaftsmagazins brand eins. Seine Texte wurden mit diversen Preisen ausgezeichnet und wurden für den Egon-Erwin-Kisch-Preis und den Deutschen Reporterpreis nominiert. Zu Waldherrs Buchveröffentlichungen zählen u.a. Elvis ist tot (KiWi), Bruttoglobaltournee (Salis) und Deutschkunde (Kursbuch Edition).
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Josef Popp wusste nichts von Bioflavonoiden und Saponinen. Nichts von Wirkprofilen und additiven Effekten bei Vielstoffgemischen. Er wusste erst recht nichts über Iridoidglykoside1, die Hemmung des entzündungsrelevanten Enzyms Cyclooxygenase-22 oder den Entzündungsbotenstoff TNF-3. Auch den Begriff mukoziliäre Clearance4 hatte er nie gehört.

Er hätte sich niemals im Leben vorstellen können, dass renommierte Ärzte und Wissenschaftler wie André Gessner, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene an der Universität Regensburg, über sein Arzneimittel einmal sagen würden: »Insgesamt ist das Phytotherapeutikum in der Lage, durch eine erfolgreiche Eindämmung der viral bedingten Entzündungsreaktion auch das Risiko für eine bakterielle Superinfektion zu minimieren.«

Wie auch? Popp war weder Arzt noch Chemiker. Eine ambitionierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit pflanzlichen Arzneimitteln gab es zu seiner Zeit nicht. Erst recht keine Hochleistungsflüssigkeitschromatografie, noch nicht einmal Computer. Josef Popp hatte mit alldem nichts zu tun.

Ich Unterzeichneter wurde am 19. Januar 1889 als Sohn der Buchhalterseheleute Christoph und Henriette Popp zu Forchheim in Oberfranken geboren. Meine Kinderjahre verlebte ich dortselbst unter der sorglichen Obhut meiner Eltern.

So beginnt Josef Popps Lebenslauf, den er vermutlich 1911 während eines Militärdienstes verfasst. Bis dahin hat er Volksschule, Schlosserlehre und eine Baugewerbeschule für Maschinenbau durchlaufen. Auch ein Praktikum bei den Siemens-Schuckertwerken in Nürnberg und eine Zusatzausbildung als Elektriker sowie Montageerfahrungen werden angeführt.

Was ansonsten überliefert ist, basiert hauptsächlich auf den Erzählungen seiner Kinder. Sohn Hans-Oskar berichtet, dass der Vater mit einer Kriegsverletzung aus dem Ersten Weltkrieg nach Hause gekommen war. Da ihm Ärzte bei der Linderung seiner Schmerzen nicht helfen können, sucht Popp Heilpraktiker auf, die ihm Kräutertees verschreiben. So entsteht das Interesse für Heilpflanzen. Außerdem lässt er sich mit homöopathischen Globuli der Regensburger Firma ISO5 behandeln. Von ISO erhält er das Homöopathische Arzneibuch von Theodor Krauß6 und Tafeln zur Beschreibung der Iris  der Regenbogenhaut des Auges  mit daraus abzuleitenden Krankheiten.

Popp arbeitet inzwischen als Maschinenbauingenieur bei MAN in Nür