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Hauptdaten
Autor: M.D. Seeberger, H.-R. Zerkowski
Titel: Die Echokardiographie im perioperativen und intensivmedizinischen Bereich
Verlag: Steinkopff
ISBN/ISSN: 9783798516083
Auflage: 1
Preis : CHF 31.10
Erscheinungsdatum:
Inhalt
Kategorie: Medizin & Pharmazie
Sprache: German
Technische Daten
Seiten: 186
Kopierschutz: DRM
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: PDF
Inhaltsangabe

Akutmedizin ohne Echokardiographie (nicht invasiv, schnell verfügbar) ist heutzutage undenkbar. Dieser Band umfasst Übersichtsartikel aus der Zeitschrift für Intensivmedizin und Notfallmedizin. Mit einleitender Fallbeschreibung und Überblick zum Thema in jedem Kapitel, Fallbeispielen mit Videosequenzen auf beiliegender CD-ROM. Plus: Kapitel zu den physikalischen Grundlagen. Von internationalen Experten aus Kardiologie, Anästhesie und Herzchirurgie.

Inhaltsangabe

Ischämische hämodynamische Instabilität bei Intensivpatienten (S. 38)

Stellenwert der Echokardiographie

Hemodynamic instability caused by myocardial infarction in intensive care patients. Value of echocardiography

Summary

Hemodynamic instability due to ischemia in postmyocardial infarction patients remains a great challenge in intensive care medicine. The high mortality rates in these patients can be effectively reduced by bedside diagnostic procedures and subsequent therapy.

The first choice of non-invasive imaging is transthoracic echocardiography (TTE), providing information about systolic and diastolic heart function, volume status, and typical complications following myocardial infarction.

Moreover, TTE is very important to rule out nonischemic pathophysiological conditions. In these patients, TTE may be limited by tachycardia, mechanical ventilation using positive end-expiratory pressure and other conditions.

Transesophageal echocardiography (TEE) overcomes these problems by using an esophageal or gastric window. Thus, TTE and TEE have to be considered as complementary tools.

An experienced investigator will be able to obtain valid information in most cases using TTE only, since newer echocardiographic systems include second harmonic imaging.

Therefore, TEE as a semi-invasive and more time consuming method can be reserved for patients presenting with poor imaging conditions, or in whom a diagnosis could not be established by TTE alone.

Both, TTE and TEE should be routinely available in modern intensive care units.

Key words

Hemodynamic – myocardial infarction – echocardiography – transesophageal echocardiography

Zusammenfassung

Die ischämische hämodynamische Instabilität nach Herzinfarkt ist unverändert eine große intensivmedizinische Herausforderung. Die hohe Mortalität der Betroffenen kann durch eine rasche, bettseitige Diagnostik und eine daraus resultierende konsequente Therapie reduziert werden.

Die bildgebende, nicht-invasive Methode der ersten Wahl ist die Echokardiographie, sie gibt Auskunft über die systolische und diastolische Funktion des Herzens, über den Volumenstatus und über die typischen Infarktkomplikationen.

Darüber hinaus leistet die Echokardiographie einen wichtigen Beitrag zu den klassischen Differentialdiagnosen. Bei Intensivpatienten unterliegt die TTE mitunter Einschränkungen durch erschwerte Schallbedingungen wie Tachykardie oder Tachyarrhythmie, unzu- reichende Lagerungs- oder Kooperationsfähigkeit des Patienten, mechanische Beatmung mit positivem end-exspiratorischem Druck und Lungenüberblähung, Verbände, Drainagen usw.

Die TEE mit Schallfenster Ösophagus oder Magen umgeht diese Probleme. Auch bezüglich der diagnostischen Schwerpunkte sind die TTE und TEE als sich ergänzende Verfahren anzusehen.

Ein erfahrener Untersucher wird in aller Regel, insbesondere unter Verwendung der neuen Echokardiographie-Gerätegeneration mit ,harmonic imaging’, verlässliche Informationen allein schon mit der TTE erhalten, so kann die semi-invasive und etwas zeitaufwändigere (den wachen Schockpatienten möglicherweise belastende) TEE reserviert werden für unklare Diagnosen oder auch schlecht schallbare Beatmungspatienten.

Auf jeder Intensivstation sollten beide Echokardiographieverfahren routinemäßig zur Verfügung stehen.

Schlüsselwörter

Hämodynamik – Herzinfarkt – Schock – Echokardiographie – transösophageale Echokardiographie

Einleitung
Als kardiale Ischämie bezeichnet man eine unzureichende Durchblutung des Herzens infolge mangelnder arterieller Blutversorgung über die Koronararterien. Der daraus resultierende Sauerstoffmangel führt zur Funktionseinbuße (Relaxations- und Kontraktionsstörung) sowie bei länger anhaltender Sauerstoffnot zur Nekrose des Myokards (Herzinfarkt).

Die hämodynamische Instabilität (Hypotension und Schock) ist eines der häufigsten schwerwiegenden Probleme bei kritisch Kranken. Schock ist definiert als ein pathophysiologischer Zustand mit reduzierter Gewebeperfusion und somit unzureichender Sauerstoffabgabe im Gewebe.

Inhaltsverzeichnis
VORWORT4
INHALTSVERZEICHNIS5
Physikalische Grundlagen der Echokardiographie7
Definition7
Biowirkungen des Ultraschalls9
Der Schallkopf10
Pulsrepetitionsfrequenz12
Elektronische Verarbeitung13
Zweidimensionale, Dreidimensionale und M- Mode Bilder15
Dopplereffekt16
Gewebedoppler Darstellung24
Harmonische Bildgebung26
Kontrast-Echokardiographie27
Power Doppler28
Artefakte28
Literatur30
Wie geht es dem linken Ventrikel? Die linksventrikuläre Funktion und ihre Bedeutung bei hämodynamisch instabilen Patienten32
Klinische Problemstellung33
Fragen33
Die Rolle der Echokardiographie in der Betreuung hämodynamisch instabiler Patienten33
Evaluation der systolischen Globalfunktion des linken Ventrikels33
Evaluation der Kontraktilität des linken Ventrikels35
Evaluation der Nachlast des linken Ventrikels35
Evaluation der Vorlast des linken Ventrikels35
Evaluation der diastolischen Globalfunktion des linken Ventrikels36
Die vollständige echokardiographische Untersuchung39
Schlussfolgerungen39
Antworten zu den Fragen auf S. 2739
Literatur41
Akute hämodynamische Instabilität drei Tage nach Hinterwandinfarkt43
Ischämische hämodynamische Instabilität bei Intensivpatienten44
Einleitung45
Kardiogener Schock bei Herzinfarkt45
Systolische Dysfunktion und Echokardiographie46
Diastolische Dysfunktion und Doppler- Echokardiographie47
Typische Herzinfarktkomplikationen/ besondere Verlaufsformen48
Differentialdiagnose des Herzinfarktes mit Schock53
Therapeutische Aspekte54
Antworten zu den Fragen auf S. 3755
Literatur55
Akutes Koronarsyndrom nach Koronarographie57
Ischämische Mitralklappeninsuffizienz58
Einleitung58
Die chronische ischämische Mitralinsuffizienz59
Die Rolle der intraoperativen TOE60
Mechanismus der akuten ischämischen Mitralinsuffizienz60
Mechanismus der chronischen ischämischen Mitralinsuffizienz61
Schlussfolgerung66
Antworten zu den Fragen auf Seite 5166
Literatur67
Myokardinfarkt nach Mitralklappenrekonstruktion?69
Untersuchung der Klappenfunktion nach Mitralklappenrekonstruktion70
Einleitung71
Mitralinsuffienz  Lebensqualität, Morbidität und Mortalität72
Mitralinsuffizienz  medikamentöse Therapie oder chirurgische Intervention?72
Mitralklappen-Ersatz oder Mitralklappen- Rekonstruktion?72
Mitralklappenkorrektur  ein kurzer historischer Rückblick73
Mitralklappen-Rekonstruktion  chirurgische Techniken73
Echokardiographie bei Mitralklappen-Rekonstruktion  Standard- Schnittebenen und Untersuchungsgang75
Intraoperative TEE-Untersuchung der Mitralklappe nach chirurgischer Rekonstruktion79
Echokardiographie  chirurgische Komplikationen und mögliche Irrtümer80
Schlussfolgerung81
Antworten zu den Fragen auf S. 6382
Literatur82
Echokardiographische Abklärung des Patienten mit akutem Thoraxschmerz auf der Notfallstation84
Echokardiographische Abklärung des Patienten mit akutem Thoraxschmerz auf der Notfallstation85
Einleitung86
Echokardiographie bei akutem Koronarsyndrom86
Echokardiographie bei akutem Aortensyndrom88
Echokardiographie bei fulminanter Lungenembolie93
Zusammenfassung95
Literatur96
Antworten zu den Frage