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Main Data
Author: Tom Gebhardt
Title: Psychotherapie schizophrener Psychosen Einführung in die gestufte Psychotherapie neurotisch-psychotischer Entwicklungen
Publisher: Books on Demand
ISBN/ISSN: 9783751974455
Edition: 1
Price: CHF 9.30
Publication date: 01/01/2020
Content
Category: Psychologie
Language: German
Technical Data
Pages: 176
Kopierschutz: DRM
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
Durch die Overencoding Theorie wird die Vorgeschichte Schizophrener erstmals als neurotisch psychotische Entwicklung erkannt und die Veränderungen in ihrem Denken, Fühlen und Handeln lediglich als Fortsetzung und Extremausprägung neurotischer Symptomatik gesehen.  Dennoch verbietet sich bei schizophrenen Psychosen ein konventionelles neurosetherapeutisches Vorgehen: Da der Psychotherapeut Gefahr läuft, vom Schizophrenen wahnhaft missverstanden zu werden und wahnhafte Einstellungen wegen ihrer extremen Überzeugtheit sich ohnehin nicht mit herkömmlichen Methoden verändern lassen, ist eine besondere Eingangstherapie notwendig, die die Wahngewissheit des Schizophrenen erst einmal abbaut. Dann erst kann die Ausgangsneurose seiner neurotisch psychotischen Entwicklung angegangen werden, um eine erneute psychotische Krise nachhaltig zu verhindern. Zugleich gibt die Overencoding Theorie erstmals Antworten für bisher ungelöste Rätsel in der Schizophrenietherapie: Sie erklärt u.a. die Gründe für eine Drehtürpsychiatrie, die psychotherapeutische Wirkung von Neuroleptika und warum eine medikamentöse Behandlung zwar eine notwendige, aber niemals hinreichende Bedingung für eine erfolgreiche Schizophrenie-Therapie sein kann. Mit einem Beitrag von Prof. Manfred Bleuler zum Vergleich seiner Dysharmonie Theorie mit der Overencoding Theorie neurotisch psychotischer Entwicklungen.

Tom Gebhardt, Dipl. Psych. ist seit langen Jahren mit der Entwicklung seiner Overencoding Theorie neurotisch psychotischer Entwicklungen beschäftigt und wurde darin bereits in den 1980er Jahren insbesondere von Prof. Manfred Bleuler unterstützt.
Table of contents

1.Schizophrenie-Therapie heute:
Zwischen psychologischem
Unvermögen und medizinischem
Wunschdenken


Zusammenfassung:

Die derzeitige psychiatrische Schizophrenie-Therapie ist gekennzeichnet durch mangelhafte psychologische Grundlagen und die Dominanz biologistischer Annahmen zu den Ursachen schizophrener Störungen. In der Folge bleibt die neurotische Vorgeschichte und die überneurotische Symptomatik Schizophrener unerkannt. Die Therapie reduziert sich auf eine medikamentöse Wahnunterbrechung, die aber vielfach, weil ihre psychotherapeutische Notwendigkeit psychiatrisch und gesellschaftlich nicht erkannt wird, nicht vollständig und lange genug realisiert wird, um darauf eine nachhaltige Neurosetherapie der seelischen Ausgangsproblematik einer neurotisch-psychotischen Entwicklung (NPE) aufbauen zu können. Zahlreiche bisher unbeantwortet gebliebene therapeutische Fragen können erst durch die Overencoding-Theorie befriedigend geklärt werden: u.a.

  • Wie ergibt sich die wahndistanzierende Wirkung von Antipsychotika und warum wirken sie nicht sofort?
  • Warum kommt es zu psychotischen Rückfällen und
  • warum sind Antipsychotika eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für eine erfolgreiche Schizophrenietherapie?

Will man heute einen Schizophrenieforscher oder eine - forscherin in Verlegenheit bringen und zugleich den Problemen in der Schizophrenietherapie näher kommen, braucht man ihnen von den unzähligen offenen Fragen in der Schizophrenieforschung nur drei zu stellen:

1. Frage:
Durch welche Wirkmechanismen kommt es eigentlich durch
antipsychotische Medikamente zu einem Wahnabbau bei schizophrenen
Störungen?

2. Frage:
Warum kommt es so oft zu einem psychotischen Rückfall, wenn d