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Main Data
Author: Perry Rhodan
Editor: Perry Rhodan Redaktion
Title: Perry Rhodan-Paket 46: Der Sternenozean (Teil 2) Perry Rhodan-Heftromane 2250 bis 2299
Publisher: Perry Rhodan digital
ISBN/ISSN: 9783845329857
Edition: 1
Price: CHF 58.50
Publication date: 01/01/2014
Content
Category: Science Fiction
Language: German
Technical Data
Pages: 3000
Kopierschutz: kein Kopierschutz
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
In der zweiten Jahreshälfte des Jahres 1332 NGZ - das Jahr 4919 nach alter Zeit - ringen Perry Rhodan und Atlan, die beiden ehemaligen Ritter der Tiefe, weiterhin um die Befreiung des Sternenozeans von Jamondi. Sie haben es geschafft, viele Motana aus ihrer Versklavung zu befreien, und haben den offenen Konflikt mit der Schreckensherrschaft der Kybb aufgenommen. Doch außerhalb des Sternenozeans haben sich die Konflikte ebenfalls zugespitzt: Unweit der Erde, in der sogenannten Paukenwolke, ist ein Hyperkokon aufgetaucht, und plötzlich gibt es zahlreiche neue Sterne - und neue Bedrohungen für die Menschheit. Die Spur zu den uralten Geheimnissen führt in die Große Magellansche Wolke. Dort, in der kleinen Galaxis unweit der Milchstraße, residiert angeblich Gon-Orbhon, jener geheimnisvolle 'Gott', dessen Jünger die Gesellschaft der Erde bedrohen. Mit dem Fernraumschiff RICHARD BURTON stoßen Reginald Bull, Gucky und andere Gefährten nach Magellan vor ...

Perry Rhodan ist die erfolgreichste Science Fiction-Serie der Welt. In einer packenden, weit in die Zukunft des fünften Jahrtausends reichenden Story erzählt die Perry Rhodan-Serie eine fiktive Geschichte der Menschheit. Die Handlung: Nachdem der Astronaut Perry Rhodan auf Außerirdische gestoßen ist, schließen sich die zerstrittenen Staaten der Erde zusammen. Die Menschen - oder Terraner, wie sie sich nennen - erkennen, dass sie nur ein Volk unter vielen im vor Leben überquellenden Universum sind. Sie folgen der Vision Perry Rhodans von einer geeinten Menschheit, der der Kosmos offen steht. Mit gigantischen Raumschiffen beginnt der Vorstoß in die Weiten fremder Galaxien. Auf ihren Reisen bis an die Grenzen der Unendlichkeit treffen Menschen von der Erde auf bizarre Außerirdische und denkende Roboter, auf unwirtliche Planeten und fremde Kulturen, auf die unvorstellbaren Wunder ferner Sphären.
Table of contents

1.


 

»Ich war nicht immer der Terranische Resident. Ich war nicht immer ein Großadministrator oder Hansesprecher, ein Flottenkommandeur und galaktischer Diplomat oder gar unsterblich.

Meine Geschichte beginnt als Raumfahrer. In der ersten Rakete zum Mond, damals, als ich mit meiner Crew den Kreuzer der Arkoniden entdeckte.

Man erklärte mich zum Staatsfeind und zum Hochverräter. Bevor ich die Menschheit in den Weltraum führen konnte, brach ich jedes staatsbürgerliche Gesetz, das in meinem Land damals existiert hat.

Mein Name ist Perry Rhodan. Ich bin ein Zeuge der Zeit.«

 

Während der Alarm durch das Raumschiff SCHWERT lärmte, begann die blauhäutige Frau ihre Kleidung abzulegen. Sie knotete die Bluse auf, warf das Karthay-Leder aufs Bett, dann zog sie ihre Mokassins und die viel zu weite Hose aus. Darunter trug sie nichts.

Der Alarm war ihr egal. Ich habe Wichtigeres zu tun, sagte der Blick, den sie Perry Rhodan zuwarf.

Er und Lyressea – sie waren jetzt allein. Draußen verhallte Stiefeltrappeln.

Die ganze Zeit fixierte sie ihn aus eisgrauen Augen; ein Blick, den er mindestens mit derselben Intensität zurückgab.

Lyressea war eine Schöpfung von schwer fassbarer Perfektion. Nicht wie eine wirkliche Frau war sie geformt, sondern wie eine Göttin, allzu perfekt für einen Menschen. Sie hatte auffallend kleine Brüste, an deren Form nicht das Geringste zu bemängeln war. Dennoch wirkten sie auf Rhodan fremdartig, als wären sie schwerelos. Er musterte für eine Sekunde den Po, als sie die abgelegte Garderobe mit Akribie ordnete. Es gab an ihrem Körper kein Zeichen des Alters. Nur die Augen.

Vor sieben Millionen Jahren hatte der Orden der Schutzherren von Jamondi diesen Teil der Milchstraße beherrscht. Die Schutzherren gab es heute längst nicht mehr, wohl aber ihre Vertrauten und Helfer – die sechs Schildwachen. Eines dieser unsterblichen Wesen war Lyressea.

Rhodan und seine Mannschaft hatten sie eben erst gerettet. Dies war ihr erstes Gespräch allein.

»Ich benötige andere Kleidung«, eröffnete sie ihm. Ihre Stimme war nicht laut, doch sie klang durch den Alarm, als spräche sie auf einer reservierten Frequenz. »Das da sind Motana-Kleider. Sie sind einer Schildwache der Schutzherren nicht angemessen.«

»Wenn das alle deine Sorgen sind ...?«

»Eine Schildwache ist eine hoch gestellte Person. Man soll sehen, wer sie ist, auch wenn man sie nicht kennt. Wir sind hier beim Motana-Volk. Ich weiß, wie sie auf bestimmte Dinge reagieren.«

Rhodan musterte sie mit gerunzelter Stirn. Er hielt sich jedoch vor Augen, dass ihr Verhalten mit Eitelkeit im menschlichen Sinn nichts zu tun hatte, sondern dass sie einen Zweck verfolgte.

»An welche Art Kleidung denkst du?«

»Schwarz auf Blau, synthetischer Stoff. Das Kleid einer Schildwache soll glänzen.«

Draußen auf dem Sturmplaneten, in der Stadt Kimte, lebte niemand außer Motana. Synthetisches Material konnte er dort nicht beschaffen. Wenn es eine Quelle gab, dann nur im Schiff.

Die Werkstatt des Kreuzers SCHWERT befand sich auf Deck eins, dem Schleusendeck.

Rhodan und Lyressea traten auf den Korridor vor der Kabine, die Schildwache barfuß und nackt, die Haltung sehr bestimmt.

Jemand stellte den Alarm ab. Hoffentlich nicht voreilig.

Sein Blick fiel auf ein Hologramm, das die Szenerie außerhalb des Schiffes zeigte:

Durch den Sturm wankte eine Kontur wie ein gewaltiger fliegender Rochen zur SCHWERT herab. So als stünde jede Sekunde der Absturz bevor. Das fremde Raumschiff schüttelte sich und bockte wie mit Triebwerksschaden; obwohl es Triebwerke im technischen Sinn gar nicht besaß.

Stürzte es auf die SCHWERT, war das auch Rhodans und Lyresseas Ende. Stürzte es auf die nahe Stadt, gab es zwanzigtausend Opfer.

»Kommst du, Perry Rhodan?«, drängte sie ihn.

»Warte!«

»Ich habe nicht die ...«

»Warte!«, wies er sie an. »Ich will das sehen.«

Lyressea erstarrte, sie sprach kein Wort mehr, und Rhodan ließ keinen Blick von dem Holo.

Ihm fiel auf, dass unter dem schwankenden Schiff eine Hand voll Gestalten standen. Die Leute liefen nicht fort, sondern sie verharrten stur in dem gefährdeten Bereich. »Echophage!«, befahl er dem Bordrechner. »Vergrößern! Ich will sehen, wer das ist.«

 

*

 

Zephyda kämpfte mit glühenden Augen gegen den Sturm, sie zwinkerte immer wieder den Dreck weg, der ihr entgegenschlug, und sie wich keine Sekunde zurück.

Die Kontur, die sich aus dem Himmel senkte, war ein Bionischer Kreuzer. Die WILDWASSER, ein Gebilde von unerhörter Eleganz, selbst noch im Sturm. Siebzig Meter lang, eine Spannweite von bis zu hundertvierzig Metern.

Aktuell bestand die Flotte aus vierzig Einheiten.

Zephyda war ihre Kommandantin. Wenn man so wollte, die Oberkommandierende der Motana-Streitkräfte.

Sie hatte ihre Schiffe ausgeschickt, um von den Welten der Motana so viele Planetare Majestäten abzuholen wie möglich. Wenn genug zusammen waren, konnten sie ein Treffen abhalten. Den Konvent der Majestäten – den ersten seit vielen tausend Jahren, auf der einzigen freien Motana-Welt des Sternenozeans.

Der Konvent musste entscheiden, ob es Krieg gab oder nicht. Zephyda war für den Krieg, für den Aufstand, für die Gegenwehr. Wie man es auch nennen wollte.

»Endlich landet das erste Schiff, Atlan!«, schrie sie gegen den Sturm. Gegen die tosende Natur, die man auf Tom Karthay Orkewetter nannte.

Einen Moment tastete sie nach der Hand des Arkoniden. Atlan war ihr Partner und Liebhaber, ein Arkonide von außerhalb des Sternenozeans und Perry Rhodans Freund.

Die WILDWASSER driftete weit zur Seite ab, bis über die Stadt Kimte, der Kreuzer stellte sich senkrecht auf – und kippte dann in seinen Kurs zurück.

»Hee!«

Einen Moment schien es, als könnte das Schiff zu Boden stürzen. Aber die Epha, die den Kreuzer st