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Main Data
Author: Melanie Grabner
Title: Chili, Paprika und Peperoni für den Hausgarten
Publisher: AV Buch
ISBN/ISSN: 9783840465703
Edition: 1
Price: CHF 7.50
Publication date: 01/01/2015
Content
Category: Cooking / Food / Drink
Language: German
Technical Data
Pages: 80
Kopierschutz: Wasserzeichen
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
In kaum mehr als vierhundert Jahren haben sich die bunten Chili, Paprika und Peperoni weltweit ihren festen Platz in unsere Gärten erobert. Kein Wunder, denn kaum eine Gemüseart vereinbart so viele Vorzüge gleichzeitig: Die in Südamerika schon seit über 6000 Jahren angebaute Nahrungspflanze wurde damals wie heute als Heil-und Nutzpflanze verwendet. Diese fruchtig milden bis pikant höllenscharfen Früchte gedeihen bestens in Töpfen und Balkonkästen. Wer den buschig wachsenden, oft auch optisch schönen Pflanzen ein warmes Plätzchen bietet, kann sich auf eine reichhaltige Paprikaernte aus dem eigenen Garten freuen. Die schmackhaften Früchte sind alleine schon durch ihren hohen Vitamingehalt sehr gesund. Schokoladenfarbige, saftig süße Blockpaprika, dickwandige, aromatische Tomatenpaprika, leuchtend bunte süße Miniaturpaprika, früh reifende robuste Spitzpaprika, 30 cm lange rote würzige Peperoni, grüne würzige Jalapenos, feurig scharfe und doch blumig süße Habaneros sind nur wenige Beispiele für die breite Farben- und Formenpalette. Die Vielfalt des reizvollen Fruchtgemüses lässt sich auf kleinstem Raum erleben und nutzen.

Melanie Grabner ist Staudengärtnermeisterin und Autorin von Fachartikeln zum Thema Garten, Pflanzenanbau und Pflanzenvielfalt. Vor über fünfzehn Jahren hat sie ihre Liebe zu seltenen Gemüsesorten entdeckt, die sie neben seltenen Gehölzen, Kräutern und Stauden in ihrem Garten anbaut. Ihr lebendiges, praktisches Wissen vermittelt sie in zahlreichen Ausstellungen, Gartenführungen, Verkostungen und Vorträgen.
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Anzucht der Jungpflanzen

Lichtbedarf

Eine frühe Aussaat bringt nicht unbedingt ein frühes Ernteergebnis. Wichtiger sind günstige Lichtverhältnisse. Jungpflanzen, die genügend Licht bekommen, werden stämmiger und robuster. Unsere Fensterscheiben sind üblicherweise nicht für gärtnerische Aktivitäten gemacht. Je nach Fensterseite (Himmelsrichtung), umgebenden Gebäuden oder Bäumen verringert sich die einfallende Lichtstärke zum Teil erheblich. Hochwertige Gewächshäuser mit speziellen Gewächshausfolien oder Stegdoppelplatten lassen bis zu 90% des Tageslichts durch.

Wem nur die Fensterbank zur Verfügung steht, sollte frühestens Mitte Februar loslegen, wenn die Tageslängen wieder 9 Stunden überschreiten.

Spezielle Anzuchtlampen, die im Gegensatz zu normalem Kunstlicht im pflanzenverwertbaren UV-Lichtbereich von 380780 Nanometern liegen, erleichtern die Entwicklung der Paprika. Sorten wie der scharfe Bhut Jolokia, mit einer langen Reifezeit von über 100 Tagen, sind sogar auf das zusätzliche Licht angewiesen, da sie zeitiger im lichtarmen Monat Januar oder Februar ausgesät werden müssen.

Dank eines Gewächshauses oder eines hellen Wintergartens sind aber bessere Voraussetzungen für eine frühere Anzucht gegeben. Nur bei den richtigen Lichtverhältnissen können sich die