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Hauptdaten
Herausgeber: Peter Loos, Helmut Krcmar
Titel: Architekturen und Prozesse Strukturen und Dynamik in Forschung und Unternehmen
Verlag: Springer-Verlag
ISBN/ISSN: 9783540468486
Auflage: 1
Preis : CHF 90.10
Erscheinungsdatum:
Inhalt
Kategorie: Wirtschaft/Management
Sprache: German
Technische Daten
Seiten: 335
Kopierschutz: DRM
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: PDF
Inhaltsangabe

Dieser Band ist eine Zusammenstellung ausgewählter Beiträge zu den Themen Geschäftsprozessmanagement, Innovation, Unternehmensgründung, e-Learning. Mit Beiträgen zu (Re)-Organisation, Simulation und Optimierung von Geschäftsprozessen, Informationssystemarchitekturen, Service Oriented Architecture (SOA). Namhafte Experten (u.a. SAP-Gründer Hasso Plattner) widmeten diesen Band August-Wilhelm Scheer anlässlich der Vollendung seines 65. Lebensjahres.

Inhaltsangabe

Geschäftsprozesse aus Sicht des einzelnen Mitarbeiters – Aktivitätsmanagement als komplementäre Struktursicht auf Workflows (S. 99-100)

Ludwig Nastansky

1 Einführung: Persönlicher und fachlicher Kontext des Beitrags

Die ersten Kontakte des Verfassers dieses Beitrags mit August-Wilhelm Scheer stammen aus der Zeit als beide wissenschaftliche Assistenten waren, A.-W. Scheer an der Universität Hamburg am renommierten Lehrstuhl von H. Jacob, der Verfasser an der Universität des Saarlandes bei H. Hax. In 1969 erdreisteten sich der Verfasser und (sein damaliger Saarbrücker Assistentenkollege) K. Dellmann, in einem Beitrag zur Produktionstheorie (Dellmann und Nastansky 1969) gewisse Thesen herzuleiten, die im Widerspruch zu Ergebnissen standen, die H. Jacobs veröffentlicht hatte. Der junge Hamburger Assistent Scheer musste seinem Meister zu Hilfe eilen.

Dieser hätte sich kaum herabgelassen, mit Grünschnäbeln wie den unpromovierten Assistenten von der Universität des Saarlandes zu diskutieren. Und A.-W. Scheer tat diese Hilfeleistung schon damals mit jener Bravour, Überzeugungswillen, fachlichen Kompetenz und Bereitschaft zum Widerspruch, die ihn auch im weiteren Verlauf seiner wissenschaftlichen Karriere sowie dem späteren Wirken in der Praxis auszeichnen. (Zwar hatte er damals, natürlich, in unseren Diskussionen Unrecht, weil die Argumente der Saarbrücker schon zu jener Zeit schärfer waren. Aber diese Tradition, dass an der Universität des Saarlandes einfach bessere betriebswirtschaftliche Ideen geboren werden, hat er ja dann selber in weit überzeugenderer Art und Weise über Dekaden fortgesetzt.). Einerseits waren in den letzten 15 Jahren die fachlichen Kontakte zwischen den Arbeitsgruppen A.-W. Scheer's und denen des Verfassers seltener: Wir arbeiten zwar beide im Modelle bildenden und konstruktiven Bereich betrieblicher Informationssysteme.

Aber die Ausrichtung ist kom plementär. Die Arbeiten von A.-W. Scheer konzentrieren sich – aus Sicht des Verfassers – im wesentlichen auf IT-basierte Geschäftsprozessinnovationen mit Merkmalsmustern wie u. a. Transaktionen als wesentlichen Entitäten, Massenprozessen im e-Business, hoher Planbarkeit, vordefinierbaren Ablaufstrukturen, Abbildung auf zentrale IT-Systemarchitekturen und top-down Vorgehensweisen. Die ertragswirksame und produktive Gestaltung des abstrakten und als Artefakt gestaltbaren Geschäftsprozess steht im Vordergrund. Das Ergebnis folgt, wenn man so will, einem Automatenparadigma für die Rollenzuordnung des Computersystems. Es wird der „Business- Automat" für die betriebswirtschaftlichen Ebenen einer Unternehmung geschaffen, instanziiert z. B. in SAP. Die derart konstruierten Systeme mit ihrer Vielzahl von Transaktionsarten laufen prinzipiell aus sich heraus, das System gibt die Ablaufdynamik vor.

Der Verfasser sieht sich in der Arbeit mit seinen Teams auf einer dazu gegensätzlichen Seite. Wir entwickeln Collaboration-Informationssysteme (Collaboration IS) mit einer Ausrichtung auf Message-Objekte und Dokumente als wesentlichen Entitäten, hochindividueller Prozessausrichtung, geringer Planbarkeit, wenig vorher definierbaren und ad-hoc Ablaufstrukturen, Abbildung auf dezentrale, verteilte und föderierte Systemarchitekturen mit starkem bottom-up Einschlag. Das effektive Agieren und Kommunizieren von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in diesem Umfeld steht im Vordergrund. Das Ergebnis lässt sich am besten an einem Werkzeugparadigma in der Funktionszuordnung des Computersystems orientieren. Es beinhaltet Workflow-Infrastrukturen, in denen Individual- sowie Teamorientierte Interaktionswerkzeuge und Kommunikationsumgebungen die entscheidenden Komponenten darstellen. Derartige Systeme laufen nur, wenn die Menschen sie in ihren diversen Rollen, Funktionen, als Bearbeiter von Dokumenten, in Abteilungs- und Projektstrukturen in Eigendynamik laufend vorantreiben – genau das stellt eine der entscheidenden Herausforderungen in Collaboration-IS gegenüber dem „Business-Automaten"- Ansatz dar.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort5
Inhaltsverzeichnis9
Teil 1: Architekturen und Modellierung von Informationssystemen12
The World Is Not Plug and Play: Why Design Will Be a Critical Competency for Enterprise Software Providers, Partners, and Customers14
1 Introduction14
2 The changing landscape of solutions, technologies, and customer needs15
3 Business applications of the future16
3.1 Landscapes will remain heterogeneous16
3.2 The promise of Service Oriented Architecture (SOA)17
4 User-centered software design and development18
4.1 Step 1: Explore the problem space through fact finding to assemble a 360 degree view19
4.2 Step 2: Reduce the solution space through decisions that balance desirability, viability, and feasibility20
4.3 Step 3: Create relevant prototypes quickly and iteratively20
4.4 Step 4: Staying engaged through the engineering phase22
5 Conclusion23
B2B-Modellierungssprachen und -methodologien im Kontext der Konzeption und Implementierung Service Orientierter Architekturen24
1 Motivation24
2 Serviceorientierte Architekturen (SOA)25
3 UN/CEFACT Framework27
3.1 Überblick27
3.2 Modellierung und Methodologie30
4 Erweiterung der UMM für innerbetriebliche Service- Orchestrierung36
4.1 Kritische Würdigung36
4.2 Erweiterungen der UMM37
5 Fazit39
Literaturverzeichnis39
Zum Beitrag empirischer Forschung in der Informationsmodellierung44
1 Motivation44
2 Theoretischer Hintergrund46
2.1 Konstruktionsorientierte Forschung46
2.2 Empirische Forschung47
3 Verbreitung empirischer Forschung48
4 Ausgewählte Ergebnisse empirischer Forschung50
4.1 Nutzung: Verbreitung der Informationsmodellierung51
4.2 Auswahl, Anpassung, Weiterentwicklung: Informationsmodellierung bei der Standardsoftware-Einführung52
4.3 Evaluation: Nutzen von optionalen Attributen54
5 Bewertung empirischer Forschung55
6 Resümee58
Literaturverzeichnis58
Social Software und Reflektive Informationssysteme62
1 Internet Communities und Social Software62
2 ATLAS: Metadaten und Reflektive Informationssysteme64
3 Modellierungs- und Analysewerkzeuge68
4 Diskussion und Ausblick71
Literatur73
Die Brücke zwischen Betriebswirtschaft und I