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Main Data
Author: Heinz Duthel
Title: ...anders geht es nicht mehr! Jetzt 'The Great Reset' Die Marktwirtschaft ist auch in Deutschland zu einer Umverteilungsmaschine geworden
Publisher: neobooks Self-Publishing
ISBN/ISSN: 9783752903270
Edition: 1
Price: CHF 5.50
Publication date: 01/01/2020
Content
Category: Wirtschaft/Management
Language: German
Technical Data
Pages: 513
Kopierschutz: kein Kopierschutz
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
....anders geht es nicht mehr! Jetzt 'The Great Reset' Vermoegensssteuer Helikopter-Geld oder Grundeinkommen Zeitlich begrenzt Aktionärskapitalismus einstellen Zeitlich begrenzt Bundesweiten Schulderlass Die Marktwirtschaft ist auch in Deutschland zu einer Umverteilungsmaschine geworden, die den Beschäftigten nimmt und den Kapitaleigentümern gibt. Das ist falsch und ungerecht. Wie lässt sich das ändern? 'Aktionärskapitalismus' Helikopter-Geld Maßnahmen gegen die Krise Bargeld für die Bürger: Ökonomen loben das Helikoptergeld Die Coronakrise macht revolutionäre Konzepte salonfähig, darunter Schecks oder Bargeld für die Bevölkerung. Im Vordergrund steht die Verzahnung von Geld- und Finanzpolitik. Bedingungslose Zahlungen Auch der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, spricht sich für Helikoptergeld aus. Allerdings versteht er darunter nicht Transfers der EZB, sondern Zahlungen der Regierung an eine größere Gruppe, die an keine Bedingungen geknüpft sind. 'Die Stärke des Helikoptergelds ist es, dass es schnell und unbürokratisch bei den betroffenen Menschen ankommt', sagt er. Aus Sicht von Fratzscher ist Schnelligkeit in Krisenzeiten essenziell bei der Stabilisierung der Wirtschaft. Noch weiter gehen die Anhänger der Modern Monetary Theory in den USA. Ihrer Meinung nach sollte die Notenbank alle Staatsausgaben finanzieren. Die Regierung wiederrum erhebt Steuern, um Geld abzuschöpfen, damit keine Inflation entsteht. Geld- und Finanzpolitik würden dabei letztlich die Rollen tauschen. Besonders am linken Ende des politischen Spektrums findet dieser Ansatz Anhänger. Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders etwa gehört zu den Fans dieses Konzepts. 'Das Risiko ist, dass nur einige Länder größere Konjunkturprogramme auflegen, die finanziellen Spielraum haben. Das würde die Ungleichgewichte im Euro-Raum erheblich verstärken.' Helikoptergeld sieht er daher als Möglichkeit, für einen wirtschaftlichen Impuls zu sorgen. Die Idee dabei ist, dass das Geld der EZB so direkt in der Wirtschaft landet. Aktuell setzt die Notenbank bei ihrer Geldpolitik auf einen Umweg. Ihr wichtigstes Instrument sind derzeit massive Anleihekäufe. Die EZB kauft diese Papiere von Investoren, also vor allem von Banken, um so die langfristigen Zinsen am Anleihemarkt zu senken. Die Geldhäuser sollen im Gegenzug mehr Kredite vergeben und damit letztlich das Wachstum und die Preisentwicklung anschieben. Kritiker argumentieren, dass große Teile des Stimulus im Bankensystem steckenbleiben und nicht in der Realwirtschaft ankommen. Aus ihrer Sicht hilft die Notenbank damit Banken und Anleihegläubigern. Positive Money geht davon aus, dass ihr Konzept eines Helikoptergeldes in Höhe von 1000 Euro das Wachstum im Euro-Raum nach konservativer Schätzung sofort um 1,2 Prozent erhöhen würde. Mit Texten oder links von Noam Chomsky, Rainer Mausfeld, Chris Hedges, Charles Eisenstein, Franz Ruppert, Ullrich Mies, Nafeez Ahmed, Karin Leukefeld, Florian Kirner, Dirk Pohlmann, Sven Böttcher, Steffen Pichler, Jonathan Cook, Susan Bonath, Wolfgang Pomrehn, Stephan Bartunek, Roland Rottenfußer, Peter H. Grassmann, Murtaza Hussain, Klaus Moegling, Caitlin Johnstone, Medea Benjamín, Anselm Lenz, Felix Feistel, Nicolas Riedl, Jens Bernert, Hermann Ploppa und Jens Wernicke

www.duthel.info
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...anders geht es nicht mehr!

Jetzt The Great Reset

 

Vermögenssteuer


Helikopter-Geld oder Grundeinkommen Zeitlich begrenzt


Aktionärskapitalismus einstellen Zeitlich begrenzt


Bundesweiten Schulderlass


Die Marktwirtschaft ist auch in Deutschland zu einer Umverteilungsmaschine geworden, die den Beschäftigten nimmt und den Kapitaleigentümern gibt. Das ist falsch und ungerecht. Wie lässt sich das ändern?

 

 

Aktionärskapitalismus Helikopter-Geld


 

Die einflussreichsten Politiker und Wirtschaftsleute der Welt werden bald eine Konferenz durchführen, bei der sie besprechen, wie die neue Weltwirtschaftsordnung aussehen soll. Die Ziele der Konferenz haben es in sich. Bemerkenswert ist vor allem die Kritik am Aktionärskapitalismus.

 

Maßnahmen gegen die Krise Bargeld für die Bürger: Ökonomen loben das Helikoptergeld


Die Corona Krise macht revolutionäre Konzepte salonfähig, darunter Schecks oder Bargeld für die Bevölkerung. Im Vordergrund steht die Verzahnung von Geld- und Finanzpolitik.

 

Wie bringt man eine Volkswirtschaft, die wegen der Corona Krise zu großen Teilen heruntergefahren wurde, wieder zum Laufen? Eine der Ideen für die Lösung des Problems läuft unter dem Stichwort Helikoptergeld: Die Notenbank schafft neues Geld und stellt jedem Bürger einen Scheck aus. Um im Bild zu bleiben, kreist sie mit dem Hubschrauber über Städten und Dörfern und wirft Scheine ab.

 

Damit können sich die Menschen dann kaufen, was immer sie wollen  und schieben so das Wachstum an. Viele Ökonomen gehen davon aus, dass diese Aktion dann auch die Inflation stabilisieren würde.

 

Bislang findet sich das Konzept vor allem in Lehrbüchern. In der Praxis schreckten Notenbanken bisher davor zurück  vor allem aus Angst, die Grenzen zwischen Geld- und Finanzpolitik zu verwischen.

 

Die Corona Krise lässt diese Grenzen stärker denn je verschwimmen, deshalb könnten extreme Konzepte wie das Helikoptergeld Realität werden. So hat die US-Regierung jüngst beschlossen, den meisten Bürgern einen Scheck in Höhe von je 1200 Dollar auszuhändigen.

 

 

Wie bringt man eine Volkswirtschaft, die wegen der Corona Krise zu großen Teilen heruntergefahren wurde, wieder zum Laufen? Eine der Ideen für die Lösung des Problems läuft unter dem Stichwort Helikoptergeld: Die Notenbank schafft neues Geld und stellt jedem Bürger einen Scheck aus. Um im Bild zu bleiben, kreist sie mit dem Hubschrauber über Städten und Dörfern und wirft Scheine ab.

 

Damit können sich die Menschen dann kaufen, was immer sie wollen  und schieben so das Wachstum an. Viele Ökonomen gehen davon aus, dass diese Aktion dann auch die Inflation stabilisieren würde.

 

Bislang findet sich das Konzept vor allem in Lehrbüchern. In der Praxis schreckten Notenbanken bisher davor zurück  vor allem aus Angst, die Grenzen zwischen Geld- und Finanzpolitik zu verwischen.

 

Die Corona Krise lässt diese Grenzen stärker denn je verschwimmen, deshalb könnten extreme Konzepte wie das Helikoptergeld Realität werden. So hat die US-Regierung jüngst beschlossen, den meisten Bürgern einen Scheck in Höhe von je 1200 Dollar auszuhändigen.

 

Nach wissenschaftlicher Definition handelt es sich dabei noch nicht um echtes Helikoptergeld, weil die Mittel nicht von der Notenbank Federal Reserve (Fed) kommen. Eine gewisse Nähe gibt es aber, weil fast jeder Bürger die Zahlung bekommt und die Fed den amerikanischen Staatshaushalt durch Anleihekäufe finanziert.

Umkehrung der Rollen


 

Befürworter des Helikoptergeldes wollen Geld- und Finanzpolitik stärker verzahnen. In den USA sind dabei die Verfechter der Modern Monetary Theory (MMT) am radikalsten. Ihre Vorstellungen laufen letztlich auf eine Umkehr der Rollen von Geld- und Fiskalpolitik hinaus.

 

Im Euro-Raum sind solche Ideen komplizierter umzusetzen, weil die Europäische Zentralbank (EZB) für insgesamt 19 Länder zuständig ist. Dennoch gibt es auch hier Befürworter von Helikoptergeld, die dabei aber andere Ausgestaltungsformen im Blick haben.

 

Es hat nie einen besseren Zeitpunkt für Helikoptergeld gegeben als jetzt, meint Stanislas Jourdan, Präsident von Positive Money Europe, einer EU-weiten Lobbygruppe, die sich für das revolutionäre Konzept einsetzt. In einer Studie hat Positive Money einen Plan für Helikoptergeld in der aktuellen Coronakrise entwickelt.

 

Das Konzept sieht vor, dass jeder Bürger im Euro-Raum 1000 Euro von der EZB erhält. Vor der Coronakrise hatte bereits Stanley Fischer einen Plan vorgelegt, bei dem die Notenbank zwar keine Transfers an die Bürger leistet, aber zumindest sehr direkt Staatsausgaben finanziert.

 

Der langjährige Vizechef der US-Notenbank Federal Reserve gilt als Übervater der Notenbanker. Als Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat er Generationen von geldpolitischen Entscheidern geprägt. Zu seinen Studenten zählten etwa der frühere EZB-Präsident Mario Draghi und der frühere Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds (IWF), Olivier Blanchard.

 

Zusammen mit der deutschen Ökonomin Elga Bartsch und zwei weiteren Kollegen, die alle in Diensten des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock stehen, schlägt Fischer einen Finanztopf vor, den die Notenbank aktivieren und der Regierung zur Verfügung stellen kann. Dahinter steckt die Logik, dass die Notenbanken sonst mit ihren klassischen Instrumenten an Grenzen stoßen. Voraussetzung ist daher, dass die Zinsen nicht weiter gesenkt werden können