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Hauptdaten
Autor: Stefan Schneider
Titel: Auslegung der International Financial Reporting Standards am Bilanzierungsobjekt Softwareentwicklung
Verlag: DUV Deutscher Universitäts-Verlag
ISBN/ISSN: 9783835090392
Auflage: 1
Preis : CHF 62.10
Erscheinungsdatum:
Inhalt
Kategorie: Wirtschaft/Management
Sprache: German
Technische Daten
Seiten: 415
Kopierschutz: DRM
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: PDF
Inhaltsangabe
Stefan Schneider zeigt, dass aufgrund des evidenten methodischen Unterschieds der Aktivierungskonzeptionen beider Bilanzierungsregeln die Auslegung der IFRS unter Heranziehung der US-GAAP beim Bilanzierungsobjekt Softwareentwicklung abzulehnen ist. Stattdessen präsentiert er eine originäre Auslegung des IAS 38, der die Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte regelt.

Dr. Stefan Schneider promovierte bei Prof. Dr. Ralf Michael Ebeling am Lehrstuhl Wirtschaftsprüfung und externes Rechnungswesen der Universität Halle-Wittenberg. Er ist Prüfungsleiter im Bereich 'Audit Commercial Clients' bei der KPMG Deutsche Treuhand Gesellschaft, Aktiengesellschaft, in Leipzig.
Inhaltsangabe
2. Vergleich der Rechnungslegungskonzeptionen der International Financial Reporting Standards und der United States-Generally Accepted Accounting Principles (S. 11)

2.1 Darstellung und Vergleich des Systemumfeldes

2.1.1 Begriff und Entstehung der International Financial Reporting Standards und der United States-Generally Accepted Accounting Principles

2.1.1.1 International Financial Reporting Standards

2.1.1.1.1 Rechtssystematische Einordnung und Rechtsqualität


Mit der Rechnungslegung legen die gesetzlichen Vertreter des Unternehmens gegenüber den Eigentümern [...] Rechenschaft [ab] über abgewickelte und laufende Geschäfte durch Übermittlung nachprüfbarer Informationen [...]". Rechnungslegung ist fester Bestandteil des Wirtschaftssystems und ein Element der gesellschaftlichen Ordnung. Besonders geprägt ist die Rechnungslegung durch das jeweilige Rechtssystem. Anders als die unmittelbar im Anschluss diskutierten US-GAAP lassen sich die International Financial Reporting Standards nicht in ein länderspezifisches Rechtssystem einordnen.

Die IFRS sind vielmehr das Ergebnis eines Konsenses der Mitglieder des IASB und Rechnungslegungsinteressierter, die maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung ausüben. Auch wenn die IFRS als prinzipienbasierte Rechnungslegung bezeichnet werden, sind sie dennoch der angelsächsischen Rechnungslegungsphilosophie zuzuordnen. Rechtsqualität können die IFRS nur durch geeignete Maßnahmen der Mitglieder des IASB erlangen, welche eine Verpflichtung eingegangen sind, sich nach besten Kräften zu bemühen:

 die normengerechte Anwendung der IFRS in ihren Einflussgebieten sicherzustellen und die normengerechte Anwendung anzugeben,

 auf gesetzgebende Organe und private Standardgeber in ihren Ländern einzuwirken, dass die Abschlüsse in allen wesentlichen Aussagen mit den IFRS übereinstimmen müssen,

 Börsenaufsichtsorgane und Unternehmen zu überzeugen, dass veröffentlichte Abschlüsse in allen wesentlichen Aussagen mit den IFRS übereinstimmen,

 sicherzustellen, dass sich die jeweiligen Abschlussprüfer selbst davon überzeugen, dass die geprüften Abschlüsse im Wesentlichen den IFRS entsprechen sowie

 die Akzeptanz und Einhaltung der IFRS weltweit zu fordern.

Die Relativierung der Verpflichtungen der Mitglieder durch ein Bemühen nach besten Kräften" implementiert in dieser Form noch keine Infrastruktur zur Durchsetzung der Anwendung der IFRS über den verlängerten Arm der Mitglieder. In einigen Ländern haben die IFRS jedoch durch die Legislative den Status gesetzlicher Rechnungslegungsnormen erreicht. In der Europäischen Union besitzen die IFRS derzeit noch keine Gesetzesqualität.

Im Zuge der Umsetzung der Rechnungslegungsstrategie der Europäischen Union wurden jedoch mit der bereits in der Einleitung angesprochenen Verordnung die IFRS zumindest an Kapitalmärkten der Europäischen Union ab dem Jahre 2005 für verbindlich erklärt. Hinsichtlich der Abschlüsse von nicht an Kapitalmärkten gelisteten Unternehmen kann die EU-Verordnung als Grundsatz oder als Wahlrecht in nationales Recht transformiert werden und die Gesetzesqualität hinsichtlich der Anwendung der IFRS wäre auch außerhalb der Kapitalmärkte manifestiert.

2.1.1.1.2 Definition und Abgrenzung des Begriffes International Financial Reporting Standards

Im Regelwerk der International Financial Reporting Standards fehlt es an einer expliziten Legaldefinition, was IFRS sind. Der Umfang der IFRS lasst sich jedoch mittels positiver Abgrenzung zumindest aus dem Vorwort (Preface") ableiten. Demnach sind International Financial Reporting Standards beziehungsweise International Accounting Standards all das, was der IASB als solche verkündet. Weiter konkretisiert wird der Umfang der IFRS im IAS 866. Ähnlich dem House of GAAP" lassen sich die Quellen der Rechnungslegungsregeln des IASB in ein House of IFRS" einordnen.

Zur Verpflichtungsebene zahlen demzufolge ausschließlich die verabschiedeten IAS beziehungsweise zukünftig die IFRS und die Interpretationen des Standing Interpretation Committee (SIC) beziehungsweise des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC).
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort6
Vorwort8
Inhaltsverzeichnis10
Tabellenverzeichnis26
Abbildungsverzeichnis28
Abkürzungsverzeichnis30
Symbolverzeichnis36
1. Einleitung37
1.1 Problemstellung37
1.2 Ziele der Arbeit41
1.3 Aufbau der Arbeit43
2. Vergleich der Rechnungslegungskonzeptionen der International Financial Reporting Standards und der United States-Generally Accepted Accounting Principles47
2.1 Darstellung und Vergleich des Systemumfeldes47
2.2 Darstellung und Vergleich der relevanten Systemelemente61
2.3 Ergebnis90
3. Empirische Evidenz für die Relevanz des Geschäftsmodells Softwareentwicklung und -absatz94
3.1 Definition und Abgrenzung der Begriffe94
3.2 Empirische Evidenz für die Relevanz des Geschäftsmodells Softwareentwicklung und -absatz99
3.3 Ergebnis106
4. Analyse relevanter Grundlagen der Softwareentwicklung zur Ableitung des Bilanzierungsobjektes108
4.1 Analyse relevanter entwicklungstechnischer Grundlagen108
4.2 Analyse relevanter urheberrechtlicher Grundlagen158
4.3 Ableitung eines modellhaft konfigurierten Bilanzierungsobjektes Softwareentwicklung175
5. Auslegung der International Financial Reporting Standards am Bilanzierungsobjekt Softwareentwicklung179
5.1 Auslegungsmöglichkeiten und Auslegungsbedürftigkeit der International Financial Reporting Standards179
5.2 Systematisierung der Abbildung des Bilanzierungsobjektes Softwareentwicklung nach International Financial Reporting Standards und United States-Generally Accepted Accounting Principles186
5.3 Konkretisierung der Abbildung des Bilanzierungsobjektes Softwareentwicklung186
208186
5.4 Auslegung des International Accounting Standard 38 zur Abbildung des Bilanzierungsobjektes Softwareentwicklung unter Heranziehung von Financial Accounting Standard 86215
5.5 Alternative Auslegung des International Accounting Standard 38 zur Abbildung des Bilanzierungsobjektes Softwareentwicklung221
5.6 Spezifische Fragen246
5.7 Ergebnis260
6. Empirische Analyse263
6.1 Untersuchungsgegenstand263
6.2 Untersuchungsaufbau274
6.3 Auswertung der empirischen Analyse277
6.4 Ergebnis296
7. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick298
7.1 Zusammenfassung der Ergebnisse298
7.2 Ausblick300
Anhang 1: Klassifikation von Computersoftware303
Anhang 2: Vorgehensmodelle der Softwareentwicklung304
Anhang 3: Vergleichende Darstellung der Aktivierungsregeln des FAS 86 und des SOP 98-1308
Anhang 4: Bilanzierungspraxis am Neuen Markt im Vergleich309
Anhang 5: Definition analytischer Kennzahlen311
Anhang 6: Legende zur Analyse der Rechnungslegung nach IFRS und USGAAP312
Anhang 7: Empirische Auswertung der Abschlüsse der Unternehmen des Untersuchungsgegenstands313
Literaturverzeichnis413
Rechtsquellenverzeichnis445
Verzeichnis der Geschäftsberichte447