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Main Data
Author: Astrid Böger
Title: Mobbing im Digitalzeitalter Insiderstories einer Konzernmitarbeiterin
Publisher: Books on Demand
ISBN/ISSN: 9783750449244
Edition: 1
Price: CHF 7.70
Publication date: 01/01/2020
Content
Category: Biografien
Language: German
Technical Data
Pages: 208
Kopierschutz: Wasserzeichen
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
In dem vorliegenden Buch verarbeitet die Autorin ihre autobiographischen Erfahrungen als Mitarbeiterin in der Deutschen Telekom und bei T-Systems International. Dabei begegneten ihr vor allem Mobbing, Cybermobbing und "unternehmerisches Gestalten" frei nach Gutdünken der Führungskräfte. Sie weiß lange Zeit nicht, wie sie mit den Erkenntnissen umgehen soll. Lange Zeit war sie deshalb sprachlos. Mittlerweile kann sie angstfreier über die Ereignisse sprechen und erzählt offen über ihre Insider-Erlebnisse. Nicht nur die Art, wie freie Marktwirtschaft auf Kosten der Bevölkerung praktisch umgesetzt wird und dabei die Menschenwürde des Einzelnen verletzt wird, schockiert sondern auch, wie damit im großen Stil lang erkämpfte demokratische und freiheitliche Strukturen aufs Spiel gesetzt werden.

Astrid Böger wurde in Berlin geboren, studierte Informationswissenschaften, promovierte in Ingenieurwissenschaften arbeitete als Professorin für Tragbare Elektronik und Rechentechnik an der Brandenburgischen Technischen Universität in Cottbus und international auch in unterschiedlichen Branchen, europäischen Institutionen und war in der Wirtschaft tätig. Bevor sie sich selbstständig machte, arbeitete sie in der Deutschen Telekom Healthcare and Security Solutions, im Bereich Telemedizin und Telematik.
Table of contents

#01 SPIELARTEN DES CYBER-MOBBING UND
ANGST ALS WAFFE


Berlin Friedrichstraße, August 2015

Ich will nicht sterben. Während ich diese Worte flüsternd über den Tisch warf, schaute ich Katharina unsicher an. Die Geräusche um uns herum waren lärmig. Der Großstadtkrach der Autos und das Stimmengewirr im Café zwangen mich lauter zu sprechen, als normalerweise bei einem solchen Thema angebracht wäre.

Sicherlich meinst du, dass ich jetzt übertreibe. Aber ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll.

Ich schaute mich im Gastraum um.

Meine glatten blonden Haare hatte ich wie immer zu einem Knoten gebunden. Das morgens sorgfältig aufgetragene Makeup hatte schon deutlich an Strahlkraft eingebüßt, meine Augen wirkten sicherlich müde und auch mein Business-Dress entlarvte sich, durch hier und da glänzend aufblinkende Stoßkanten, als in die Jahre gekommene Textilie. Aber ich hatte momentan andere Sorgen, als mich um mein Outfit und mein äußeres Erscheinungsbild