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Main Data
Author: Florian Steger
Title: Max Mohr Arzt und rastloser Literat
Publisher: Verlag Friedrich Pustet
ISBN/ISSN: 9783791761473
Edition: 1
Price: CHF 11.40
Publication date: 01/01/2020
Content
Category: Biografien
Language: German
Technical Data
Pages: 136
Kopierschutz: Wasserzeichen
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
Max Mohr (1891-1937), zugleich Arzt und Literat, feierte in den 1920er-Jahren große Erfolge als Dramatiker und pflegte mit zahlreichen bedeutenden Kulturschaffenden seiner Zeit engen Kontakt. Er lebte mit seiner Familie am Tegernsee, verbrachte viel Zeit in Berlin, von wo aus er in Briefen einen spannenden Einblick in den hektischen Literatur- und Theaterbetrieb der Weimarer Zeit liefert. Aufgrund seiner jüdischen Identität musste er 1934 emigrieren. Bis zu seinem frühen Tod lebte und arbeitete er als Arzt in Shanghai. In zahlreichen Briefen entwirft er ein plastisches Bild dieser aufstrebenden Metropole. Diese Biografie erzählt von einer vielschichtigen Persönlichkeit: Mohr sehnte sich nach dem Leben auf dem Land und nach abenteuerlichen Reisen; moderner Technik und dem Großstadtleben stand er, ambivalent gegenüber.

Prof. Dr. Florian Steger ist Direktor des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin und sitzt der Ethikkommission der Universität Ulm vor.
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4Im Ersten Weltkrieg


ALS SANITÄTER AN DER WESTFRONT


Am 28. Juli 1914 beginnt der Erste Weltkrieg. Nur zwei Wochen später, am 15. August, tritt Max Mohr seinen Dienst bei der berittenen »Zweiten Artillerie-Munitions-Kolonne der Bayerischen Ersatz-Division« an. Dem erhaltenen Personalbogen dieser Einheit ist zu entnehmen, dass Mohr neun Semester seines Studiums der Humanmedizin absolviert hat, eines davon als Feriensemester in Beirut. Unter »Religionszugehörigkeit« hat er angekreuzt »konfessionslos«. Durch diesen Personalbogen weiß man auch, dass Max Mohr 1,81 Meter groß war.

Nur weitere zwei Wochen später, am 29. August 1914, ist seine Einheit bei Voivreville erstmals an Kampfhandlungen beteiligt. Es folgen Schlachten bei Coinches und Khememont. Die zügigen Ortswechsel spiegeln den schnellen Vormarsch der Deutschen Armee zu Beginn des Krieges wider. Gut zwei Monate später erhält Mohr seine erste Auszeichnung und wird zum Feldunterarzt ernannt.

Ende des Jahres 1914 ist er noch optimistisch über den weiteren Verlauf des Krieges, er meint bereits die Türme von Paris sehen zu können. Auch noch im folgenden Jahr verliert er seine Zuversicht über einen deutschen Sieg nicht; er verspricht se