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Main Data
Author: Stefan Rinke
Title: Conquistadoren und Azteken Cortés und die Eroberung Mexikos
Publisher: Verlag C.H.Beck
ISBN/ISSN: 9783406734007
Edition: 1
Price: CHF 21.00
Publication date: 01/01/2019
Content
Category: Biografien
Language: German
Technical Data
Pages: 399
Kopierschutz: Wasserzeichen
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: PDF/ePUB
Table of contents
'Die Zahl der unglücklichen Einwohner ist erheblich zurückgegangen.'
Pietro Martire d'Anghiera (1530)

Vor 500 Jahren landete unter dem Oberbefehl des spanischen Hidalgos Hérnan Cortés eine Flottille an der Küste von Yucatán. Lautete das Ziel der Expedition offiziell, für den christlichen Glauben zu missionieren, so wussten doch alle Beteiligten, dass es in erster Linie um Gold und die Jagd auf Sklaven ging.

Dass ein paar Hundert Spanier das Aztekenreich zerstörten - eine hoch entwickelte, jahrhundertealte Kultur -, ist eine alte Weisheit, die ausgedient hat. Denn die Conquistadoren, denen jedes Mittel recht war, Gewinn zu machen, siegten nicht alleine. Sie trafen auf Gruppen wie die Tlaxcalteken, die unter der Vorherrschaft der Azteken litten und bereit waren, mit den Fremden Allianzen zum Sturz des alten Feindes einzugehen. Zudem profitierten die Eroberer von den aus Europa eingeschleppten Krankheiten, die die Einheimischen zu Tausenden dahinrafften.So bietet diese neue Darstellung der Eroberung Mexikos in den Jahren 1519 bis 1521 nicht nur spannende Schilderungen dramatischer Ereignisse - beispielsweise den Fall Tenochtitlans oder die Flucht der Eroberer in der noche triste - , sondern stellt auch die Protagonisten auf beiden Seiten, ihre Diplomatie und ihre Kämpfe dar.

Stefan Rinke lehrt als Professor für Geschichte Lateinamerikas am Lateinamerika-Institut und am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin.
Table of contents

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Einleitung


Im April 2017 meldete sich der Präsident des öffentlichen Fernsehens in Spanien (RTVE), José Antonio Sánchez, in der Casa de América in Madrid mit einer merkwürdigen Rede zu Wort. Eingeladen hatte man ihn, um einige Worte zum Abschluss eines Kooperationsabkommens zwischen den Fernsehsendern und dem seit 1990 mit dem Ausbau der Beziehungen zu Lateinamerika beauftragten Kulturinstitut zu sagen. Doch Sánchez nutzte die Gelegenheit zum Rundumschlag und behauptete, dass die spanische Eroberung des Aztekenreichs keineswegs als kolonialistischer Akt, sondern vielmehr als zivilisatorische und missionarische Leistung zu werten sei. Schließlich hätten die Spanier Kirchen, Schulen und Krankenhäuser in die Neue Welt gebracht sowie ein barbarisches und blutrünstiges Staatsgebilde besiegt. Damit brachte Sánchez wieder einmal eine Debatte in Ga