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Main Data
Author: Gergely Kispál
Title: Reise Know-How CityTrip Budapest
Publisher: Reise Know-How Verlag Peter Rump
ISBN/ISSN: 9783831743599
Edition: 5
Price: CHF 9.60
Publication date: 01/01/2019
Content
Category: Geschichte
Language: German
Technical Data
Pages: 144
Kopierschutz: Wasserzeichen/DRM
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB/PDF
Table of contents
Dieser aktuelle Stadtführer ist der ideale Begleiter, um alle Seiten der ungarischen Hauptstadt selbstständig zu entdecken: - Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Museen der Stadt sowie weniger bekannte Attraktionen und Viertel ausführlich vorgestellt und bewertet - Faszinierende Architektur zwischen mittelalterlichen Kleinoden und prächtigen Parlamentsgebäuden - Die Brücken von Budapest - Abwechslungsreicher Stadtspaziergang - Erlebnisvorschläge für einen Kurztrip nach Budapest - Ausflüge in den Memento Park und nach Schloss Gödöll? - Shoppingtipps vom traditionellen Markt bis zu den besten Delikatessengeschäften - Die besten Lokale der Stadt und allerlei Wissenswertes über die ungarische Küche - Tipps für die Abend- und Nachtgestaltung: vom Abbruchklub bis zum Opernbesuch - Budapest zum Träumen und Entspannen: Thermalbäder, Károlyi-Garten, Türbe des Gül Baba - Ausgewählte Unterkünfte von preiswert bis ausgefallen - Alle praktischen Infos zu Anreise, Preisen, Stadtverkehr, Touren, Events, Hilfe im Notfall ... - Hintergrundartikel mit Tiefgang: Geschichte, Mentalität der Bewohner, Leben in der Stadt ... - Kleine Sprachhilfe Ungarisch mit den wichtigsten Vokabeln für den Reisealltag CityTrip - die aktuellen Stadtführer von Reise Know-How, mit über 160 Städtezielen die weltweit umfangreichste Kollektion. Fundiert, übersichtlich, praktisch.

Gergely Kispál wurde 1980 in Budapest geboren und wanderte im Alter von 5 Jahren mit seinen Eltern in die BRD aus. Während der Jahre entwickelte er eine intensive Leidenschaft und Neugier für seine Heimatstadt, die er oft besuchte. Nach seinem Studium in der Schweiz entschied er sich 2006, nach Budapest zurückzukehren. Seither hat er als Stadtführer mehreren Tausend ausländischen Gästen die seiner Meinung nach schönste Stadt der Welt gezeigt. In Artikeln, Vorträgen und Trainings beleuchtet er die Hintergründe der ungarischen Kultur. Um auch die weltlichen Freuden nicht zu kurz kommen zu lassen, hat er die ungarische Edelobstbrandmarke 'Essentium Pálinka' entwickelt. Gergely Kispál lebt in Budapest.
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Am Puls der Stadt


Das Antlitz Budapests


Das wohlproportioniert beidseits der Donau liegende Budapest bietet eines der schönsten Stadtbilder Mitteleuropas. Das im späten 19. Jahrhundert errichtete Stadtzentrum ist in weiten Teilen erhalten und lässt den Besucher in diese für Ungarn und Europa so bedeutende Epoche eintauchen.

Auf der einen Seite liegt das hügelige Buda mit seinen alten Barockhäuschen, den Villen alter und neuer Reicher und seinen stillen Winkeln, gegenüber das quirlige Pest, das so richtig Großstadtatmosphäre verströmt, und dazwischen wälzt sich das silbergrüne, rund 500 Meter breite Band der Donau majestätisch durchs Zentrum. Obwohl die Gegend schon seit der Steinzeit besiedelt ist, wurde Budapest erst im 19. Jahrhundert geboren: 1872 wurden die zuvor unabhängigen Städte Pest, Buda und Óbuda zu Budapest vereinigt.

Formal ist die Stadt, die ihre heutige Größe durch die Eingemeindung mehrerer umliegender Siedlungen im Jahr 1950 erhielt, in 23 Stadtbezirke aufgeteilt. Sechs davon befinden sich auf der Budaer Seite, der Rest in Pest. Auch die Einwohner verteilen sich ähnlich: Rund ein Drittel der Budapester wohnt in Buda, zwei Drittel haben sich gegenüber angesiedelt. Pest war jedoch nicht immer derart im Übergewicht. Lange Jahrhunderte wurden die Geschicke Ungarns von Buda aus gelenkt. Die Hauptstadt auf dem Hügel war das politische und kulturelle Zentrum einer europäischen Mittelmacht. Die Stunde Pests schlug Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Zuge der Industrialisierung wuchs die Wirtschaftskraft der Stadt exponentiell. Während Pest ein ideales Terrain für die Ansiedlung von Industrie war, konnten in Buda aufgrund seiner hügeligen Topographie nur begrenzt Fabriken gebaut werden.

Die städtebauliche Explosion folgte einige Jahrzehnte später. Befeuert von der Errichtung der Kettenbrücke und dem Ausgleich zwischen Ungarn und Österreich, der 1867 die k.-u.-k.-Doppelmonarchie entstehen ließ, wurde Pest (und in kleinerem Umfang auch Buda) zu einer veritablen Metropole ausgebaut. Alte Stadtviertel mussten weichen und in wenigen Jahrzehnten entstand eine prächtige, mondäne Stadt, die auf die Zeitgenossen wirkte wie heutzutage die verrückten Riesenstädte Arabiens und Asiens auf Besucher aus dem alten Europa. Aus dieser Zeit stammen die herrlichen Repräsentativbauten und Mietshäuser des Stadtzentrums, die mit ihrem fantasievollen, historistischen Architekturmischmasch bis heute für die ganz besondere Budapester Atmosphäre sorgen. Seinerzeit bestand eine Verordnung, der zufolge 20 Prozent des Budgets eines Bauvorhabens für die Dekoration aufgewendet werden mussten. Dementsprechend blickt eine Unzahl von Putten, antiken Göttern, Blumenranken und sonstigen Zitaten aus 3000 Jahren Architekturgeschichte von Fassaden, Balkonsimsen und Fensterrahmen auf die Straße herab. Extremstes Beispiel ist wohl die Staatsoper {20}, die tatsächlich von zwei waschecht kopierten Sphinxen bewacht wird! Im Gegensatz dazu folgt die Straßenführung