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Hauptdaten
Autor: Ina Rudolph
Titel: Ich will ja loslassen, doch woran halte ich mich dann fest?
Verlag: Arkana
ISBN/ISSN: 9783641104016
Auflage: 1
Preis : CHF 8.30
Erscheinungsdatum:
Inhalt
Kategorie: Lebenshilfe
Sprache: German
Technische Daten
Seiten: 256
Kopierschutz: DRM
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Inhaltsangabe
Ungewöhnliches Praxisbuch zur Erfolgsmethode von Byron Katie:
Lebendiges Lernen durch Fallgeschichten.
Die meisten Befürchtungen, die wir den ganzen Tag hegen, treten nie ein. Die meisten Sorgen, die wir uns machen, lösen sich wieder in Luft auf. Aber wir halten diese Gedanken trotzdem für wahr, wir spüren ihre Wirkung und werden traurig, mutlos und niedergedrückt. Wie wäre das Leben ohne diese Gedanken, befreit von allem Unheil, das zwar noch nicht da ist, das wir aber in Zukunft vermuten? »The Work« von Byron Katie, diese berühmte und radikale Methode zur Selbsterkenntnis, ist für viele der direkteste Weg, um das Loslassen zu lernen. Auch für die bekannte Schauspielerin Ina Rudolph begann, als sie auf »The Work« stieß, ein tiefer innerer Veränderungsprozess. In lebendigen und berührenden Geschichten erzählt sie von ihren Erfahrungen mit »The Work«: wie sich ihre Freundschaften, die Beziehung zu ihrem Lebenspartner und ihrer Tochter, ihre berufliche Situation nach und nach veränderten. Wie sie lernte, durchs Leben zu gehen ohne zu wissen, was als nächstes geschieht. Die Realität bleibt die gleiche, doch es fühlt sich ganz anders an. Ein berührendes Buch, das Mut macht, einen neuen Blick auf das Leben zu werfen: Es zeigt, wie man zu einem wirklich schönen Leben gelangt.


Ina Rudolph wurde an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst 'Ernst Busch' Berlin in der darstellenden Kunst ausgebildet. Sie arbeitete viele Jahre für Fernsehen und Kino und hat an Drehbüchern und Theaterstücken mitgeschrieben. Im Frühjahr 2008 erschien als erste Veröffentlichung der Erzählband 'Sommerkuss' mit sieben Erzählungen. Sie ist als Trainerin für 'The Work' von Byron Katie ausgebildet und hält dazu Vorträge, gibt Seminare und bietet Einzelberatungen an. Ina Rudolph lebt in Berlin.
Inhaltsangabe

Abkürzungen und Ausführlichkeit

Die Methode

In letzter Zeit begegne ich vermehrt Menschen, die sagen: »Ach ja, The Work, kenn ich«. Wenn ich nachfrage, ob sie die Work auch anwenden, höre ich: »Klar, mach ich. Aber ich nehme eine Abkürzung.« Ich habe auch schon gehört: »Die Work funktioniert nicht.« Oder nicht richtig, nur manchmal oder unter bestimmten Bedingungen. Und ja, wenn man nichts anderes mehr macht als eine Abkürzung, verliert die Methode ihre Kraft. Deswegen sei hier ein Loblied gesungen auf den Schatz, den ich heben kann, wenn ich durch den ganzen Prozess gehe. The Work gründlich und in Ruhe zu machen bringt sehr viel mehr an Problemlösung, Klarheit, neuen Ideen und Entspannung.

Schon bei der Auswahl des Glaubenssatzes ist es sinnvoll, gründlich zu sein. Ich selbst habe lange Zeit den erstbesten genommen, der mir in den Sinn kam. Das kann gut funktionieren. Aber besser ist es, einen zu suchen, der starke Emotionen freisetzt. Am allerbesten findet man die stressigen Glaubenssätze mit dem »Urteile-über-deinen Nächsten-Arbeitsblatt«, das Sie am Ende des Buches finden. Haben Sie keines zur Hand, können Sie folgendermaßen vorgehen:

1. Schritt  den richtigen Glaubenssatz finden

Wir arbeiten bei The Work mit Überzeugungen, die Stress auslösen. Sei es Trauer, Wut, Ärger oder Verzweiflung. Wenn mein gewählter Glaubenssatz kein starkes Gefühl auslöst, kann ich mich fragen: Was ist so schlimm an dem, was ich glaube?

Um den richtigen Glaubenssatz zu finden, erinnere ich mich an eine Situation, in der ich ein unangenehmes Gefühl gespürt habe. Zum Beispiel, als ich letzte Woche mit meinem Mann essen war. Den ganzen Abend hat er geredet, nichts davon hat mich interessiert, und ich bin überhaupt nicht zum Zug gekommen. Erst habe ich mich über so viel Unaufmerksamkeit geärgert, dann fühlte ich mich müde und ausgelaugt, und dann war da ein Gedanke, der sich einfach nicht wegdrängen ließ: Mein Mann sollte sich mehr für mich interessieren. Wenn mir dieser Glaubenssatz zu allgemein ist, kann ich mich fragen: Was ist für mich so schlimm daran, dass er sich nicht ausreichend für mich interessiert? Ich gehe in mich und stelle fest: Ohne echtes Interesse ist es keine Liebe. Wenn ich diesen Glaubenssatz denke, spüre ich, wie mein Hals zuschwillt und Trauer und Ärger noch einmal ansteigen. Denn Liebe will ich. Aber ich kann noch weiterfragen: Was ist so schlimm daran, dass mein Mann mich nicht liebt? Ich schließe die Augen und warte auf eine Antwort. Tränen drängen nach oben, und ich bekomme sie: Mit einem Mann zu leben, der mich nicht liebt, bedeutet, dass er mein Leben verschwendet. Deutlich kann ich spüren: das ist es, was ich befürchte.

Den Glaubenssatz in Form bringen

Es hat sich gezeigt, dass kurze, knapp gewählte Sätze den Prozess vereinfachen. Aus: »Mit einem Mann zu leben, der mich nicht liebt, bedeutet, dass er mein Leben verschwendet« mache ich: »Mein Mann verschwendet mein Leben«. Der Sinn bleibt erhalten und auch der Schmerz, der in diesem Gedanken steckt, ist weiterhin spürbar.

2. Schritt  die Überprüfung

Die erste Frage

Diesen Satz nehme ich, schreibe ihn auf und vergegenwärtige mir die Situation, in der dieser Gedanke aufgetaucht ist und ich ihn geglaubt habe. Ich saß mit meinem Mann im Restaurant. Er redete und redete. Hier tauchte der stressige Gedanke auf:

 Mein Mann verschwendet mein Leben.

Dann stelle ich mir die erste Frage der WORK<