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Hauptdaten
Autor: Mechthild Seithe
Titel: Schwarzbuch Soziale Arbeit
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
ISBN/ISSN: 9783531940274
Auflage: 2
Preis : CHF 23.80
Erscheinungsdatum:
Inhalt
Kategorie: Sozialwissenschaften
Sprache: German
Technische Daten
Seiten: 469
Kopierschutz: DRM
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: PDF
Inhaltsangabe
Das 'Schwarzbuch Soziale Arbeit' versteht sich als Beitrag zur 'Thematisierung und Skandalisierung der Folgen neoliberaler Sozialpolitik für die Soziale Arbeit. Es wird gezeit, dass die Sparzwänge die Professionalität der Sozialen Arbeit behindern und immer weiter einschränken, dass gesetzliche Ansprüche, z.B. nach SGB VIII nicht mehr zuverlässig umgesetzt werden, dass Klienten im Kontext von Ökonomisierung und aktivierendem Staat nicht mehr auf Unterstützung hoffen können, wenn sie nicht zu denen gehören, die die Sozialpolitik als lohnend und effizient erachtet, dass sich Soziale Arbeit zunehmend in ein standardisiertes Industrieprodukt verwandelt, dessen Anwendung nur mehr angelernter Kräfte aber keiner eigenständigen und autonomen Profession Soziale Arbeit bedarf, und schließlich, dass Soziale Arbeit im Zuge der Hartz-Gesetzgebung wieder (einmal) autoritäre und ordnungspolitische Gedanken aufgreift.

Dr. Mechthild Seithe ist Professorin für Sozialpädagogik an der FH Jena.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Vorwort zur 2., vollständig überarbeiteten und erweiterten Aufl age14
Vorwort16
1 Soziale Arbeit  was ist das eigentlich?21
1.1 Aufgabenund Problemstellungen24
1.2 Ein kritischer und selbstkritischer Blick auf die Außenwahrnehmung der Sozialen Arbeit29
1.2.1 Die Profession Soziale Arbeit  belächelt und infrage gestellt29
1.2.2 Der eigene Beitrag zum Bild in der Öffentlichkeit34
1.3 Zur Geschichte der Sozialen Arbeit37
1.3.1 Gesellschaftliche Herkunft und sozialpolitische Funktion38
1.3.2 Profi lierung und Stabilisierung der Sozialen Arbeit ab 197043
1.4 Die Profession Soziale Arbeit45
1.4.1 Spezifi k der Profession Soziale Arbeit46
1.4.2 Professionalitätsmerkmale Sozialer Arbeit50
1.4.3 Lebensweltorientierte Soziale Arbeit56
1.4.4 Menschenund Gesellschaftsbild der Lebensweltkonzeption59
1.4.5 Der ethische und fachliche Codex der Profession Soziale Arbeit65
1.5 Soziale Arbeit zwischen Menschen und System66
1.5.1 Praxis im Kontext des doppelten Mandates67
1.5.2 Die Brückenfunktion der Sozialen Arbeit68
1.5.3 Erwartungen und Aufträge des gesellschaftlichen Systems an die Soziale Arbeit69
1.5.4 Problemlagen und Unterstützungsbedürfnisse der Menschen74
1.5.5 Widersprüche zwischen beiden Mandaten76
1.6 Was professionelle Soziale Arbeit leisten kann78
1.6.1 Lebensweltorientierte Lösungen der beschriebenen Fälle78
1.6.2 Begriffl iche Fassung der Qualität lebensweltorientierter Sozialer Arbeit86
1.7 Soziale Arbeit und Ökonomisierung  ein Ausblick87
2 Veränderte Gesellschaft: Der Markt ist alles89
2.1 Der Markt übernimmt die Regie92
2.2 Folgen der gesellschaftlichen Veränderungen für die Menschen96
2.2.1 Arbeitslosigkeit und prekäre Arbeitsverhältnisse werden normal96
2.2.2 Der Alltag der Menschen gerät unter das Regime des Marktes98
2.2.3 Ungleichheit und Armut werden zum akzeptierten Normalfall103
2.2.4 Zunahme psychosozialer Problemlagen104
2.3 Folgen der Veränderungen für sozial Benachteiligte107
2.3.1 Lebensperspektive  Ausgrenzung in Armut107
2.3.2 Der erwünschte Habitus überfordert  und verhöhnt109
3 Die Ökonomisierung der Sozialen Arbeit112
3.1 Chancen der Ökonomisierung aus Sicht der PraktikerInnen116
3.2 Die Vermarktlichung der Sozialen Arbeit118
3.2.1 Die Neue Steuerung118
3.2.2 Soziale Arbeit als marktwirtschaftliche Unternehmen121
3.2.3 Wettbewerb und Konkurrenz134
3.3 Effektivität , Effi zienz und Kostensenkung als zentrale Ziele138
3.3.1 Kostendämpfung als Effi zienzstrategie139
3.3.2 Ebenen und Strategien der Kosteneinsparungen144
3.3.3 Grenzen der Rationalisierbarkeit153
3.3.4 Tatsächliche Rolle der Effi zienz in der Ökonomisierung157
3.4 Folgen von Effi zienzdominanz und Kostendämpfung für die Praxis161
3.4.1 Gefährdung der fachlichen Standards Sozialer Arbeit161
3.4.2 Verknappte Zeitkontingente gefährden die Qualität171
3.4.3 Öffentliche Soziale Arbeit als Erfüllungsgehilfi n der Ökonomisierung185
3.5 Verbetriebswirtschaftlichung der Sozialen Arbeit192
3.5.1 Logik der Betriebswirtschaft und Logik der Sozialen Arbeit193
3.5.2 Qualitätsmanagement und Qualitätsentwicklung200
3.5.3 Eigenschaften des Marktproduktes Soziale Arbeit205
3.6 Wirkung , Ergebnisqualität und Evidenzbasierung211
3.6.1 Spezifi k sozialpädagogischer Leistungen und Wirkungen212
3.6.2 Wirkungsforschung und Ergebnisqualität in der Sozialen Arbeit214
3.6.3 Wirkungsorientierung und Evidenzbasierung im Kontext der Ökonomisierung216
3.7 Effi ziente und ineffi ziente Kunden eines Marktproduktes220
3.7.1 Die Attraktivität der Begriffe Dienstleistung  und Kunde  für die Soziale Arbeit220
3.7.2 Nutzer Sozialer Arbeit sind keine Kunden222
3.7.3 Wegfall der zeitaufwendigen Motivierungsarbeit224
3.7.4 Soziale Arbeit für KlientInnen muss sich rechnen226
3.7.5 Keine Unterstützung für ineffi ziente KlientInnen227
3.8 Was bedeutet Ökonomisierung ?230
4 Aktivierungspolitik und Soziale Arbeit235
4.1 Der aktivierende Sozialstaat237
4.1.1 Neoliberale Kritik am vor-neoliberalen sozialen Konzept238
4.1.2 Hartz IV als Modell der aktivierenden Politik244
4.1.3 Die Auswirkungen der Aktivierungspolitik auf die Soziale Arbeit250
4.2 Umdeutung sozialpädagogischer Grundbegriffe257
4.2.1 Die Aktivierung des aktivierenden Staates 258
4.2.2 Fallmanagement als Perversion einer sozialpädagogischen Methode263
4.2.3 Vergleich der beiden Aktivierungsbegriffe und -prozesse264
4.2.4 Bedeutung der begriffl ichen Vereinnahmung267
4.2.5 Der eigene Beitrag der Disziplin zur semantischen Übernahme durch den aktivierenden Staat269
4.3 Bruch mit dem Gesellschaftsund Menschenbild der Aufklärung272
4.3.1 Verzicht des Staates auf seine soziale Verantwortung272
4.3.2 Aufgabe des Grundprinzips Soziale Gerechtigkeit 275
4.3.3 Barmherzigkeit und Wohltätigkeit statt Ressourcenausgleich280
4.3.4 Ausgrenzung von Menschen im aktivierenden Staat283
4.3.5 Die Neue Unterschicht 289
4.4 Abkehr von Klientenorientierung und Parteilichkeit293
4.4.1 Paternalis