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Hauptdaten
Autor: Georg Kneer
Herausgeber: Georg Kneer, Markus Schroer
Titel: Handbuch Soziologische Theorien
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
ISBN/ISSN: 9783531916002
Auflage: 1
Preis : CHF 10.40
Erscheinungsdatum:
Inhalt
Kategorie: Sozialwissenschaften
Sprache: German
Technische Daten
Seiten: 553
Kopierschutz: DRM
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: PDF
Inhaltsangabe
Allem Krisengerede zum Trotz hat die Soziologie in den letzten Jahren eine ungemeine Produktivität entfaltet. Gerade auch auf dem Gebiet der allgemeinen Theoriebildung sind eine Vielzahl von Innovationen und Weiterentwicklungen zu beobachten. Hierdurch hat das Spektrum soziologischer Grundlagentheorien nicht nur eine beträchtliche Erweiterung, sondern auch bemerkenswerte Umstellungen erfahren. Das 'Handbuch Soziologische Theorien' gibt einen Überblick über die differenzierte und weit verzweigte soziologische Theorienlandschaft der Gegenwart. In mehr als zwanzig Einzelbeiträgen werden die international derzeit wichtigsten Theorieangebote, angefangen bei der Aktor-Netzwerk-Theorie über Feministische Theorien und Praxistheorien bis hin zur Verstehenden Soziologie, dargestellt und diskutiert. Die gut lesbaren Beiträge führen in die Prämissen und begrifflichen Ausgangspunkte der einzelnen Theorieansätze ein, zeichnen in komprimierter Form ihre konzeptionellen Ausrichtungen und zentralen Argumentationslinien nach, diskutieren Einwände der Kritiker sowie Entgegnungen ihrer Protagonisten und positionieren die Ansätze im internationalen Theoriediskurs. Das Handbuch Soziologische Theorien besticht durch die Breite der getroffenen Theorienauswahl, seine inhaltliche Ausgestaltung sowie durch die Qualität seiner Einzelbeiträge.

Dr. Georg Kneer ist Professor für wissenschaftliche Grundlagen an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd. Dr. Markus Schroer ist Professor für Soziologische Theorie an der Universität Kassel.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt5
1Soziologie als multiparadigmatische Wissenschaft. Eine Einleitung7
2Akteur-Netzwerk-Theorie19
1 Einleitung19
2 Konzeptionelle Grundlagen20
2.1 Akteure21
2.2 Netzwerke24
2.3 Theorie26
3 Postkonstruktivistische Wissenschaftsforschung27
4 Technik als Härter des Sozialen29
5 Kritik der Moderne32
6 Diskussion und Kritik34
3Aktuelle soziologische Akteurtheorien40
1 Einleitung40
2 Uwe Schimanks akteurtheoretische Soziologie42
2.1 Homo Sociologicus43
2.2 Homo Oeconomicus44
2.3 Identitätsbehaupter44
2.4 Emotional Man45
3 Hartmut Esser49
3.1 Das Frame-Selektion-Modell49
4 Akteurtheoretische Weiterentwicklungen53
4.1 Die modifizierte Frame-Selektion-Theorie von Clemens Kroneberg53
4.1 Der komplizierte Akteur1456
5 Fazit63
4Cultural Studies66
Was sind Cultural Studies?66
Cultural Studies, der cultural turn und die Soziologie68
Die Gewöhnlichkeit und Alltäglichkeit von Kultur: Die Entstehung der Cultural Studies69
Die (erste) Institutionalisierung und Formierung der Cultural Studies in Birmingham70
Jugendkultur als Widerstand. Die Jugendstudien am CCCS73
Kontext und Artikulation75
Die Lust am Widerstand. Zur Analytik des Populären77
Die Transnationalisierung der Cultural Studies78
Cultural Studies heute79
Cultural Studies als kulturelle Soziologie der Gegenwart81
5Ethnomethodologie85
1 Die Ethnomethodologie ist eine Theorie des Handelns, der Ordnung und des praktischen Verstehens85
2 Wie wir die Alltagswelt erzeugen und in Ordnung halten88
2.1 Mundanes Denken und der stille Anspruch auf Sinneinverständnis88
2.2 Making trouble  eine Methode, die Wirksamkeit impliziter Annahmen empirisch zu prüfen89
2.3 Das Handlungswissen wird in der Situation ad hoc hergestellt90
2.4 Die dokumentarische Methode der Interpretation92
2.5 Praktische Erklärungen: Methoden der Normalisierung des Alltags94
2.6 Konstitutive Regeln und bevorzugte Formen96
2.7 Indexikalische Äußerungen unterbrechen die konzertierte Erklärung und Darstellung der Situation97
2.8 Der vage Kontext des Sprechens oder: Der Alltag verträgt keine Anstrengung des Begriffs99
2.9 Basisregeln: Wie man Reden und Handeln im Alltag normalerweise interpretiert100
3 Über die konzertierte Aktion zur Herstellung einer gemeinsamen Handlungsordnung und eine Respezifizierung des Durkheimschen Ap101
3.1 Embodied practices und die lokale Produktion von Ordnung101
3.2 Gegen Durkheim: Unvergänglich ist nicht die Ordnung, sondern ihre Herstellung103
4 Kritik, Staunen und Ermunterung105
6Feministischeund Geschlechtertheorien109
Komplexe Verortungen109
Was  und wie? Womit beschäftigen sich feministische Theorien?111
Wer weiß was? Feministische Epistemologie111
Mit Nichtigkeiten ist wohl Staat zu machen  zur Theoretisierung von Geschlechter-Verhältnissen114
Wie wird Geschlecht gemacht?117
Dekonstruktion  Geschlecht ist nicht119
Ist Frau gleich Frau? Dezentrierungen und Subjektivierungen123
7Figurationsund Prozesstheorie131
Vorbemerkung131
1 Basisprämissen132
2 Konzeptionelle Anlage der Theorie135
3 Begriffe136
3.1 Figuration136
3.2 Soziale Prozesse138
3.3 Fremdund Selbstzwänge139
3.4 Macht und Machtbalancen141
4 Zentrale Argumentationen und Anwendungsbereiche142
4.1 Figurationswandel und Machtbalancen142
4.2 Individualisierung als Ich-Wir-Balance145
4.3 Formalisierung und Informalisierung oder: Wie locker sind wir wirklich?147
5 Positionierung im internationalen Theoriediskurs und Wahlverwandtschaften149
6 Rezeption, Wirkung und Kritik151
7 Zusammenfassung153
8Funktionalismus159
Einleitung159
Sozialwissenschaftlicher Funktionalismus159
Entwicklung des sozialwissenschaftlichen Funktionalismus160
Allgemeine Kritik am Funktionalismus161
Grundannahmen des Funktionalismus162
Systemtheorie und funktionale Differenzierung162
Funktionale Differenzierung und die evolutionären Universalien164
Funktionalistische Handlungstheorie166
Interpenetration167