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Main Data
Author: Thorsten Walch
Title: Es lebe Star Wars - Die Erfolgsgeschichte aus einer weit, weit entfernten Galaxis Franchise-Sachbuch, präsentiert vom Corona Magazine
Publisher: In Farbe und Bunt Verlag
ISBN/ISSN: 9783959361606
Edition: 1
Price: CHF 8.60
Publication date: 01/01/2020
Content
Category: Music / Dance / Theater / Film
Language: German
Technical Data
Pages: 792
Kopierschutz: kein Kopierschutz
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
'Star Wars' ist seit 1977 fester Bestandteil der Popkultur und begeistert auch nach über vierzig Jahren noch die Massen. Mit dem Abschluss der Skywalker-Saga, einer neuen Trilogie in Sichtweite und der ersten Real-Serie 'The Mandalorian' in den Startlöchern ist es eine mehr als faszinierende Zeit für alle Fans des langlebigen Franchise. 'Es lebe Star Wars' bietet die ideale Gelegenheit, tief in die Geschichte der Reihe einzutauchen, alles über die handelnden Personen, die Entstehungsgeschichten der Filme und Serien sowie den Verlauf über vier Jahrzehnte zu erfahren. Es ist das umfassendste Werk über 'Star Wars' in deutscher Sprache. Autor & Journalist Thorsten Walch läd Sie ein auf eine spannende Zeitreise und berichtet neben all den faszinierenden Fakten und Anekdoten auch über seine ganz persönliche Verbindung zum Phänomen. Das Buch enthält zudem Interviews mit Pam Rose (Leesub Sirln, Episode IV) und Alan Flyng (Stormtrooper und Imperial Officer, Episode V und VI) sowie Kommentare von Autoren wie Mike Hillenbrand ('TREKminds', '40 Jahre Star Trek', 'Wie Captain Kirk nach Deutschland kam') oder Björn Sülter ('Es lebe Star Trek').

Der Journalist und Autor Thorsten Walch ist durch seine Beiträge für TV Highlights, Moviestar oder das Blockbuster-Magazin bereits seit den 1990er-Jahren fester Bestandteil der Szene. Seit vielen Jahren fungiert er zudem als SF-Experte für das Corona Magazine. Sein Buch 'NERD-O-Pedia' erschien 2017 im Nibe-Verlag. Thorsten Walch lebt mit seiner Frau und drei Katzen im Ruhrpott.
Table of contents

Kapitel 1: Bevor es Star Wars gab ..., Vol. 1

 

Szenario 1: In den USA, genauer gesagt im immer-sonnigen Kalifornien, sitzt und schwitzt ein Mann in seinen frühen Dreißigern über einem Konzept für einen neuen Film. Bei Besagtem handelt es sich um einen bereits einigermaßen erfolgreichen Filmemacher.

Schon in seiner Kindheit war er ein ausgesprochener Nerd, wenngleich man den Begriff in der damaligen Zeit noch nicht wirklich gekannt haben dürfte. Und falls doch, dann hätte man dessen Verwendung sicherlich nicht als sonderlich schmeichelhaft empfunden. Nerds, das waren diese meist Brille tragenden, häufig pickligen und wahlweise viel zu dünnen oder auch zu dicken Zeitgenossen, die man in den Pausen auf dem Schulhof fast immer mit einem Buch in der Hand antraf anstatt bei wie auch immer gearteten sportlichen Aktivitäten. Und die dementsprechend recht häufig einen ausgesprochenen Außenseiter-Status genossen.

Unser Früh-Mittdreißiger, nennen wir ihn hier der Einfachheit halber George, hatte zu dieser Kategorie gehört. Die Bücher, die er auf dem Schulhof las, waren sehr wahrscheinlich klassische Abenteuergeschichten wie Die Schatzinsel von Robert Louis Stevenson oder auch Biografien von historischen Persönlichkeiten wie dem berühmt-berüchtigten General George Custer. Wie vielen anderen Kindern auch hatte es George gleichfalls die bunte Welt der Comic-Hefte angetan. Über einen Mangel an unterschiedlichen Serien und Reihen aus so gut wie allen Genres des Unterhaltungsbereiches konnte man gerade im Amerika der 50er ganz gewiss nicht klagen. Superman und Batman, ihre Kollegen aus den später als Marvel-Comics bekannten Heftchen sowie natürlich Disneys Mickey Mouse und Donald Duck waren bestenfalls die Spitze des damaligen Eisberges. Übrigens waren die Comics damals sehr viel preisgünstiger als heute, was erklärt, warum die Kinder sie sich auch bei einem eher geringen Taschengeld kaufen konnten. Damit dürfte George jedoch kein allzu großes Problem gehabt haben, da sein Vater ein recht erfolgreicher mittelständischer Unternehmer war.

Das Fernsehen, das in den 50er Jahren bekanntlich auch in den USA noch in den Kinderschuhen steckte, war ebenfalls eine große Leidenschaft von ihm. Ganz besonders angetan hatten es George frühe Science-Fiction-Filme, die sich erst in dieser Zeit ganz allmählich aus dem Status billig heruntergekurbelter Randerscheinungen zu lösen begannen. Fernsehserien waren in dieser Zeit per se eine recht neuartige Angelegenheit und die meisten davon stammten aus Genres wie dem Western-, Drama- oder Krimi-Bereich  Mini-Versionen damals erfolgreicher Kinofilme eben. Science-Fiction betrachtete man als Kinderkram und aus diesem Grund landeten die ersten Science-Fiction-Serien auch fast allesamt im Samstagvormittags-Programm der noch recht überschaubaren Anzahl an amerikanischen Sendern. Unser neuer kleiner Freund George kam 1944 zur Welt, genau genommen am 14. Mai dieses Jahres. Also dürfte er an den Samstagvormittagen seiner Kindheit Serien wie Flying Disc Man From Mars (1950), Captain Z-RO (1951-1956) oder Rocky Jones, Space Ranger (1954) genossen haben.

Doch seine ganze Leidenschaft gehörte schon damals recht ollen Kamellen. In den 30er Jahren waren sogenannte Serials sehr in Mode gewesen. Heute würde man sagen, bei diesen Serials handelte es sich schlicht um die Vorläufer der späteren Fernsehserien, die zu einer Zeit entstanden, als es noch gar kein Fernsehen gab. Man drehte hierfür spannende Filmchen erneut aus den verschiedensten Genres, während denen der oder die Helden immer wieder in Gefahrensituationen gerieten, aus denen es scheinbar keinen Ausweg gab. Beliebt war das Hängenbleiben des Autos eines Helden beim Sturz über eine Klippe mittels eingefrorenem Bild: Dadurch wurde der bis heute bekannte Begriff Cliffhanger auch bei Filmfreunden populär. Übrigens stammt er ursprünglich aus der Literatur: Erstmals wurde er 1873 im Zusammenhang mit dem Ro