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Main Data
Editor: Michael Lent, Anja von Richthofen
Title: Qualitätsentwicklung in Studium und Lehre
Publisher: wbv Media
ISBN/ISSN: 9783763946105
Edition: 1
Price: CHF 29.00
Publication date: 01/01/2008
Content
Category: Politik, Gesellschaft, Arbeit
Language: German
Technical Data
Pages: 212
Kopierschutz: Wasserzeichen/DRM
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: PDF
Table of contents
Die Hochschulen haben sich in den letzten Jahren intensiv um die Verbesserung der Qualität der Lehre bemüht. Die in den Fachhochschulen von Nordrhein-Westfalen gewählten Maßnahmen, deren Möglichkeiten, Grenzen und erste Auswirkungen im Hochschullalltag wurden auf einem Forum Hochschullehre gemeinsam erörtert. In diesem Band werden Ansätze zur Qualitätsentwicklung vorgestellt, die auf den verschiedenen Ebenen in der Hochschule - von der Leitung bis zum einzelnen Lehrenden - gesteuert und umgesetzt werden.

Michael Lent ist Prorektor für Lehre, Studium und Studienreform der Hochschule Niederrhein und u.a. Mitglied der Hochschulkommission für Lehre, Studium und Studienreform von 1996 bis 2002.Anja von Richthofen ist Leiterin der Koordinierungsstelle Evaluation.
Table of contents
1. Entstehung des Seminarkonzepts (S. 142-143)

Im Jahr 2000 begann die Autorin damit, ihre Beratungs- und Forschungstätigkeiten auf die Gruppe der so genannten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu konzentrieren. Dies vor dem Hintergrund, dass das Interesse an kleinen und mittleren Unternehmen in der Betriebswirtschaftslehre immer stärker in den Vordergrund gerückt ist, weil mittelständische Unternehmen zahlenmäßig bei weitem den größten Anteil an allen Unternehmen in Deutschland ausmachen und ihre speziellen Organisationsstrukturen einer besonderen Behandlung bedürfen. Auch die Förderung von Existenzgründern nimmt weiter zu (s. auch Ich- AG etc.), weil man erkannt hat, dass hier ein noch nicht gehobenes Potenzial auch zur Verringerung der Arbeitslosigkeit schlummert.

Allerdings hört die konkrete Förderung meist nach der erfolgreichen Gründung auf, der Übergang in die geordnete Geschäftstätigkeit ist daher für viele dieser Unternehmen schwierig. Daher besteht auch hier ein besonderer Beratungsbedarf, allerdings meist von Unternehmen, die nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen wollen oder können, die eine klassische Unternehmensberatung erfordert. Anhand von Interviews mit den Unternehmer(inne)n und weiteren Forschungsaktivitäten im Rahmen eines Forschungsfreisemesters der Autorin im Jahr 2002 wurden Beratungsbedarfe festgestellt und Lösungsmöglichkeiten angeboten durch die Veröffentlichung: Schnelleinstieg Controlling im Jahr 2003, ein Praxis-Handbuch, das im Jahr 2009 in die vollständig überarbeitete 3. Auflage gehen wird. Um den inhaltlich spezifischen Beratungsbedarf kleiner und mittlerer Unternehmen ohne den Einsatz zusätzlicher finanzieller Mittel abzudecken, drängte sich die Konzipierung eines Seminars Controlling für KMU geradezu auf.

Es sollte eine Win-Win-Situation geschaffen werden, in der die Unternehmen eine auf sie individuell zugeschnittene Basis-Controlling-Konzeption quasi kostenlos erhalten und die Studierenden die Möglichkeit haben, an einem realen Praxisfall die aus dem Praxishandbuch gewonnenen Erkenntnisse und erlernten Methoden anzuwenden und umzusetzen. Das erste Seminar dieser Art fand im Wintersemester 2004/05 statt. Im Wintersemester 2008/09 wird es zum achten Mal absolviert werden.

Die Anmeldezahlen waren von Anfang an hoch. Es gibt immer eine Warteliste, die regelmäßig doppelt so lang ist wie die Anzahl der angemeldeten Teilnehmer (20 pro Semester). Jedes absolvierte Seminar gibt der Autorin eine Rückmeldung für das nächste Seminar, aber auch für die weitere Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie für ihre weitere Forschungstätigkeit in dieser Zielgruppe.

2. Lernen durch Handeln  Ablauf des Seminars und Rolle der Dozentin

Der Ablauf des Seminars wird von der Autorin durch einen Rahmen vorgegeben, an dem die Studierenden sich im Laufe des Semesters festhalten können. Im Idealfall akquirieren die Studierenden die Unternehmen selbst. Häufig gibt es persönliche Kontakte gerade zu kleinen oder mittleren Unternehmen, die genutzt werden können. Kommen durch die Teilnehmer(innen) selbst nicht genügend Unternehmen zusammen (vier pro Semester), gibt die Autorin Hilfestellung, indem sie einen Pool an eigenen Kontakten zur Verfügung stellt. Außerdem unterstützt sie  falls nötig  auch bei der Überzeugungsarbeit, die Unternehmen zur Mitarbeit zu motivieren.

Ein zusätzlicher Anreiz für die Studierenden, selbst Unternehmen beizusteuern, besteht darin, dass die Dozentin zusätzliche Freiplätze in dem sonst anmeldepflichtigen Seminar zur Verfügung stellt für Studierende, die ein Unternehmen mitbringen. Als Grundlage für die Erarbeitung eines Basis-Controllings für die beteiligten Unternehmen dient das Praxis-Handbuch Schnelleinstieg Controlling der Dozentin, an dem die Studierenden sich orientieren können und das Verfahren, Modelle und Formulare zur konkreten Anwendung zur Verfügung stellt.

Die Inhalte dieses Buchs sind von den Studierenden selbstständig zu erarbeiten (in Heimarbeit). Es gibt keine Vorlesung oder anderweitige theoretische Hinführung zum Thema. Die Dozentin begleitet den Prozess und gibt konkrete Hilfestellungen, Tipps und Tricks, wo es angebracht ist.
Table of contents
Inhalt4
Vorwort8
Grußwort zur Eröffnung des 3. Forums Hochschullehre14
Entwicklung des Qualitätsmanagements an der Fachhochschule Dortmund16
Prozessorientiertes Qualitätsmanagement ( an der Fachhochschule Münster)27
Qualitätsmanagement in Studium und Lehre  der Nutzen des EFQM- Modells41
Qualitätsentwicklung der Lehre und des Studiums mit Wirkung auf Hochschulrankings57
Zentrale Koordination von Evaluation und hochschulspezifischer Weiterbildung66
Professionalisierung der Berufungsverfahren  Erfahrungen der Fachhochschule Köln79
Akademisches Personalmanagement an der Fachhochschule Bielefeld  Berufung und Einführungsphase 90
Personalentwicklung als kritischer Erfolgsfaktor einer aktiven Hochschulentwicklung101
Akademische Personalentwicklung: Anreize unter besonderer Berücksichtigung der Lern- und Motivationsforschung113
Hochschuldidaktische Weiterbildung der Lehrenden  das Netzwerk  hdw nrw123
Tätigkeitsfeldorientierte Vermittlung von Schlüsselqualifikationen an der Hochschule OWL ( vormals Fachhochschule Lippe und Höxter)135
Unternehmerische Kompetenz durch Projektarbeit. Vorstellung eines didaktischen Konzepts zur Entwicklung der unternehmerischen Kompetenz142
Die Überprüfung überfachlicher Kompetenzen149
Das Auge kann sich selbst nicht sehen.  Selbstevaluation mit dem Lehrportfolio159
Lehrveranstaltungsevaluation und lehrbegleitende Beratung an der Fachhochschule Aachen171
Erprobung neuer Lehrkonzepte mit Lernteamcoaching184
Qualitätsverbesserung in der Hochschullehre durch Peer- Besuche200
Autorinnen und Autoren209