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Main Data
Author: Markus Eckey
Title: Kontrolle von Beteiligungen als Aufgabe des Controllings Bestandsaufnahme, Determinanten, Erfolgsauswirkungen
Publisher: DUV Deutscher Universitäts-Verlag
ISBN/ISSN: 9783835090088
Edition: 1
Price: CHF 65.00
Publication date: 01/01/2007
Content
Category: Wirtschaft/Management
Language: German
Technical Data
Pages: 269
Kopierschutz: DRM
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: PDF
Table of contents
Markus Eckey rückt die erfolgreiche Gestaltung der Kontrolle von Beteiligungen durch das institutionalisierte Controlling in den Mittelpunkt seiner Untersuchung. Er leitet Gestaltungsparameter ab und überprüft sie auf ihre Erfolgs- und Kontextabhängigkeit hin empirisch. Er erklärt 67 bzw. 44 Prozent der Varianz der Erfolgsvariablen Effektivität und Effizienz der Kontrolle und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu einem besseren Verständnis der Erfolgsfaktoren im Beteiligungscontrollling.

Dr. Markus Eckey promovierte bei Prof. Dr. Utz Schäffer am Lehrstuhl für Controlling der European Business School (ebs) in Oestrich-Winkel. Er ist im Bereich Konzernentwicklung einer großen deutschen Bank tätig.
Table of contents
A Einführung (S. 1)

1. Motivation und Zielsetzung

Fragen der Steuerung von Beteiligungen haben aufgrund der wichtigen Rolle von Konzernen in der Praxis marktwirtschaftlicher Wirtschaftssysteme hohe Relevanz. Schätzungen zufolge sind bei weiter steigender Tendenz rund 90% der Aktiengesellschaften und knapp die Hälfte der Gesellschaften mit beschränkter Haftung in Deutschland konzernverbunden. Insbesondere die Bedeutung der im Rahmen dieser Arbeit betrachteten Management-Holding hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Diese ist idealtypisch durch die Übernahme strategischer Aufgaben durch die Holding charakterisiert, während die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des operativen Geschäfts weitgehend in den Aufgabenbereich der Tochtergesellschaften fällt.

Management-Holdings werden in der Literatur insbesondere zur Steuerung von Konzernuntemehmen mit heterogenem, in der Regel horizontal diversifiziertem Leistungsprogramm empfohlen. Da in der Konzernspitze nur schwerlich für jede Branche ausreichend spezifisches Wissen vorgehalten werden kann, liegen häufig hohe Wissensdefizite bei den Akteuren in der Holding vor. Dennoch wird dem Management in der Muttergesellschaft die Aufgabe der strategischen Steuerung der Tochtergesellschaften überantwortet. Es wird dabei durch das institutionalisierte Beteiligungscontrolling unterstützt.

Im Rahmen der Aktivitäten des Beteiligungscontrollings kommt der Kontrolle eine zentrale Bedeutung zu: So zeigt die empirische Studie von BORCHERS/TREBES ZU den Aufgaben von Beteiligungscontrollern, dass die Kontrolle mit 60% die am häufigsten genannte Aufgabe von Beteiligungscontrollern ist."" Die betriebswirtschaftliche Literatur zum Beteiligungscontrolling behandelt die Kontrolle von Beteiligungen dabei oftmals als ein formalisiertes System zur Überwachung dezentraler Einheiten mittels wertorientierter Kennziffern.

In diesem engen Kontrollverständnis ist das Beteiligungscontrolling mit der Tatsache konfrontiert, dass der Begriff der Kontrolle in der betriebswirtschaftlichen Literatur zumeist negativ belegt ist und mit enger Überwachung bzw. Herrschaftssicherung assoziiert wird. In der vorliegenden Arbeit wird davon ausgegangen, dass eine solche Sicht der Kontrolle zu kurz greift. Die Kontrolle von Beteiligungen wird vielmehr als spezifischer Lernprozess interpretiert, in dessen Rahmen nicht nur den zugrunde liegenden Instrumenten und Systemen, sondern auch der Interaktion zwischen den Akteuren von Mutter- und Tochtergesellschaft hohe Bedeutung zukommt."

Ein Blick in die Literatur zeigt, dass die erfolgreiche Gestaltung der Kontrolle von Beteiligungen in börsennotierten Management-Holdings durch das Controlling bislang nur rudimentär behandelt wurde. Lediglich die Arbeit von LITTKEMANN stellt empirisch einen Bezug zwischen der Gestaltung des Beteiligungscontrollings und seiner Effizienz her. Er kommt zu dem Ergebnis, dass sich vorhandene Ineffizienzen in erster Linie auf erhebliche Schnittstellenprobleme zurückfuhren lassen und dass sich ein effizientes Beteiligungscontrolling vornehmlich durch den simultanen Einsatz von strukturellen und personellen bzw. technokratischen Steuerungsinstrumenten auszeichnet.

Weiterführende Erkenntnisse liegen noch nicht vor. Es herrscht insofern eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen höher praktischer Relevanz einerseits und vergleichsweise geringern theoretischen Aufarbeitungs- und Durchdringungsgrad andererseits. Ausgehend von diesem Forschungsdefizit besteht die grundlegende Zielsetzung der vorliegenden Arbeit in der Ableitung und Überprüfung von Strategien zur Maximierung des Erfolgs der Kontrolle von Beteiligungen in börsennotierten Management- Holdings. Aus dieser umfassenden Zielsetzung lassen sich mehrere Einzelziele ableiten:

1. Bislang ist über den Stand der Kontrolle von Beteiligungen nur wenig bekannt. Insbesondere existieren kaum empirische Erkenntnisse darüber, wie die Kontrolle in börsennotierten Management-Holdings ausgestaltet ist. Vor diesem Hintergrund zielt die erste Forschungsfrage auf eine empirische Bestandsaufnahme der Kontrolle von Mehrheitsbeteiligungen in börsennotierten Management-Holdings aus der Perspektive des institutionalisierten Beteiligungscontrollings. Dies tragt zu einem Vorverständnis des Untersuchungsgegenstandes bei. Die erste Forschungsfrage lautet somit:

Wie ist die Kontrolle von Beteiligungen in börsennotierten Management-Holdings ausgestaltet?
Table of contents
Geleitwort6
Vorwort8
Inhaltsverzeichnis10
Tabellenverzeichnis14
Abbildungsverzeichnis18
A Einführung19
1. Motivation und Zielsetzung19
2. Vorgehen und Methode23
B Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen25
1. Literaturüberblick zur Kontrolle von Beteiligungen25
1.1 Begriffliche Abgrenzung25
1.2 Deutschsprachige Literatur26
1.3 Englischsprachige Literatur30
2. Die Management- Holding als Analyseobjekt32
2.1 Markt vs. Hierarchie als Spannungsfeld32
2.2 Der Konzern aus juristischer und ökonomischer Sicht37
2.3 Idealtypische Formen funktionaler Konzernorganisationen43
3. Grundlagen der Beteiligungskontrolle50
3.1 Handelnde Akteure als Basis der Unternehmensführung50
3.2 Begriffliche Abgrenzung des Beteiligungscontrollings54
3.3 Rationalitätssicherung durch Analysten des Eigenkapitalmarktes58
3.4 Rationalitätssicherung und Beteiligungskontrolle65
C Ableitung kontrollerfolgsmaximierender Parameter81
1. Kontrollerfolg als Maxime81
2. Strategien zur Überwindung von Eignungsdifferenzen 83
2.1 Überblick83
2.2 Reduktion von Fähigkeitsdifferenzen86
2.3 Reduktion von Präferenzdifferenzen106
2.4 Übersicht über die Forschungshypothesen109
D Determinanten der Kontrolle von Beteiligungen113
1. Kategorien von Determinanten113
2. Größe des Konzerns114
3. Vertrauenskultur116
4. Wettbewerbsintensität121
5. Finanzielle Lage der Tochtergesellschaft123
6. Übersicht über die Forschungshypothesen124
E Operationalisierung des Forschungsmodells127
1. Grundlegende Aspekte der Operationalisierung127
2. Operationalisierung der Gestaltungsparameter der Kontrolle128
3. Operationalisierung des Erfolgs der Kontrolle137
4. Operationalisierung der Determinanten139
F Methodische Konzeption der Untersuchung141
1. Datenerhebung und Datengrundlage141
1.1 Datenerhebung141
1.2 Datengrundlage142
2. Grundlagen der Konstruktmessung 145
2.1 Gütebeurteilung der Messung145
2.2 Konstruktmessung159
3. Dependenzanalyse187
G Ergebnisse der empirischen Erhebung193
1. Bestandsaufnahme zur Gestaltung der Kontrolle von Beteiligungen193
1.1 Bestandsaufnahme zur Informationsbereitstellung193
1.2 Bestandsaufnahme zur Nutzung des Kapitalmarktes195
1.3 Bestandsaufnahme zur Gestaltung der operativen und strategischen Kontrolle196
1.4 Bestandsaufnahme zur Anreizkompatibilität der Incentivierung200
2. Prüfung der aufgestellten Hypothesen 201
2.1 Grundlegende Aspekte der Hypothesenprüfung201
2.2 Gestaltung der Kontrolle und Erfolg der Kontrolle202
2.3 Kontextfaktoren der Kontrolle206
2.4 Diskussion der Ergebnisse213
H Schlussbetrachtung217
1. Zusammenfassung der Ergebnisse217
2. Kritische Bewertung und weiterer Forschungsbedarf220
3. Implikationen für die Praxis224
Anhang227
1. Deskriptive Auswertungen der untersuchten Konstrukte227
2. Untersuchung der Diskriminanzvalidität - Kontextabhängigkeit228
Literaturverzeichnis229