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Main Data
Author: Michael Müller
Title: Nordportugal Reiseführer Michael Müller Verlag Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps
Publisher: Michael Müller Verlag
ISBN/ISSN: 9783956548697
Edition: 1
Price: CHF 14.20
Publication date: 01/01/2020
Content
Category: Geschichte
Language: German
Technical Data
Pages: 300
Kopierschutz: Wasserzeichen
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
E-Book zur 1. Auflage 2020 Nordportugals Herzstück ist die quirlige Hafenstadt Porto mit ihrem welterbegeadelten Zentrum und urigen Churrasqueiras. Nebenan im fruchtbaren Douro-Tal gedeiht der süße Portwein, weiter nördlich der erfrischende Vinho Verde. Wanderer finden in zahlreichen Nationalparks im Hinterland Ruhe und Abgeschiedenheit, Badeurlauber und Strandspaziergänger zieht es an die Atlantikküste. Autor und Portugalkenner Michael Müller hat für seinen neuen Reiseführer jeden Winkel der Gegend erkundet und sieben GPS-Wanderungen zusammengestellt; er kennt die schönsten Unterkünfte und verrät, wo es den besten gegrillten Fisch gibt.

Michael Müller Jahrgang 1953, geboren in Ebermannstadt. Nach der Ausbildung zum Kfz-Mechaniker zog es ihn für einige Jahre nach Neuseeland und Ecuador. Dort begegnete er dem Reisejournalisten Martin Velbinger, mit dem er zusammen in Südamerika recherchierte - die Initialzündung für die berufliche Neuorientierung, die 1979 in die Gründung des eigenen Verlags einmündete.
Table of contents
Porto
Wahrzeichen Portos sind die mächtige Stahlskelettbrücke über den Douro, die Ponte Dom Luís I, und der barocke Kirchturm Torre dos Clérigos. Der kleine mittelalterliche Kern wird überragt von der Kathedrale und dem riesigen Bischofspalast auf dem Hügel darü­ber. Nur noch an einer Stelle, oberhalb der Brücke, ist die Altstadt von der Stadtmauer umgeben.

Blick vom Passeio das Fontainhas auf die Brücke Luís I

Herz der Stadt ist die Avenida dos Aliados, die auf die Câmara Municipal do Porto, das mächtige Rathaus mit sei­nem imposanten Turm, zustrebt. Bei der Namensgebung nach dem Ersten Welt­krieg stand das Militärbündnis der west­lichen Alliierten Pate.
Unten am Fluss verläuft der Cais da Ribeira, die Uferstraße und Anlege­stelle der Ausflugsboote. Auf der brei­ten Fußgängerzone herrscht fast das ganze Jahr über Trubel, und die Res­tau­rants mit ihrer großzügigen Außen­be­stuh­lung sind meist dicht besetzt. Hier star­ten auch die meisten Flussfahrten.
Wie fünf gespreizte Finger wuchs die Stadt vom mittelalterlichen Kern nach Norden entlang der Verbindungswege nach Fos, Braga, Guimarães, Viana do Castelo und Gondomar. Zu beiden Sei­ten der Straßenzüge entstanden Wohn­häu­ser in Reihenbauweise mit großen, zu­nächst landwirtschaftlich genutzten Grünflächen dahinter. Diese Räume hin­ter den Häuserzeilen werden ilhas ge­nannt. Die Inseln wurden später mit Wohnhäusern für die ärmere Be­völ­kerung bebaut. Zu erkennen sind die Zugänge zu diesen Wohn-Inseln an den schmiedeeisernen Toren neben den Hauptgebäuden. Noch Ende des 19. Jh. lebte die Hälfte der Bevölkerung von Porto in solchen Ilhas-Häuschen mit durch­schnittlich 16 m2 Wohnfläche, oft ganze Familien mit fünf oder mehr Kin­dern. Heute sind es noch etwa 6 % der Einwohner, die sich in diesen nach­barschaftlichen Wohn­ge­mein­schaften aber durchaus wohlfühlen.
Geschichte
Keimzelle der Stadt ist eine ibero-kelti­sche Siedlung, die später von den Grie­chen Kalos (= die Schöne) und dann unter römischer Herrschaft Portus Cale (= Schöner Hafen) genannt wurde. Un­schwer erkennbar, dass sich daraus spä­ter der Landesname Portugal ent­wickelt hat.
Porto selbst fiel um 540 an die West­goten, die es zum Bischofssitz machten. Zwischen 716 und 868 und dann noch einmal von 997 bis 1050 stand die Stadt unter maurischer Herrschaft. Danach ge­hörte es als Teil der Grafschaft Portu­cale für einige Zeit zum Königreich León, einem der Vorläufer des späteren Spa­nien. Um 1140 errang die Graf­schaft die Unabhängigkeit von León, und Porto wurde unter dem ersten por­tu­giesischen König Do