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Main Data
Author: Izabella Gawin
Title: DuMont Reise-Handbuch Reiseführer Polen, Der Norden
Publisher: DuMont Reiseverlag
ISBN/ISSN: 9783616435367
Edition: 5
Price: CHF 18.90
Publication date: 01/01/2019
Content
Category: Geschichte
Language: German
Technical Data
Pages: 392
Kopierschutz: kein Kopierschutz
Geräte: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents

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Das E-Book basiert auf: 5. Auflage 2019, Dumont Reiseverlag

Für die 5. Auflage des DuMont Reise-Handbuchs war Autorin Izabella Gawin wieder intensiv vor Ort unterwegs. Sie besuchte u.a. neu entstandene Museen wie das Museum der Ostfront des Zweiten Weltkriegs in Mamerki oder das Wodkamuseum in Warschau und entdeckte empfehlenswerte Adressen zum Übernachten und Einkehren. Unter den Bezeichnungen »Pommern« und »Ostpreußen« war die Region über Jahrhunderte deutsch geprägt. Neben traditionsreichen Seebädern, Ordensburgen und hanseatischen Hafenstädten bietet der Norden Polens auch viel unverbrauchte Natur. Von Danzig, der »Königin der Ostsee«, über die Seenlandschaft der Masuren bis zur Kaschubischen Schweiz werden alle sehenswerten Regionen und Städte beschrieben.

Zu jedem Kapitel präsentiert eine Doppelseite »Auf einen Blick« die Highlights, die schönsten Routen, aktive Naturerlebnisse und besondere Tipps der Autorin. Ort für Ort hat Izabella Gawin ausgesuchte Unterkünfte, Restaurants oder Einkaufsadressen zusammengestellt, die in den Cityplänen eingezeichnet sind. Wanderungen erschließen die schönsten Landschaften, etwa die herrliche Umgebung der Biebrza-Sümpfe oder den Wolliner Nationalpark.

Viel Wissenswertes über Polens Norden, über die Geschichte und Gegenwart oder den Alltag der Menschen, lässt sich in der einführenden Landeskunde wie in den eingestreuten Themenseiten nachlesen.



<p>Izabella Gawin hat acht Jahre in Polen gelebt und ist dem Land bis heute eng verbunden. Gemeinsam mit Dieter Schulze verfasste sie mehrere Städte- und Regionalführer zu Polen.</p>
Table of contents

Natur und Umwelt

Auf den ersten Blick wirkt Polen sehr ebenmäßig, doch rasch wird dieser Eindruck korrigiert. Zwischen der Küste im Norden und dem Gebirge im Süden erstrecken sich bucklige Hügel, Flussklippen und zerklüftete Hochebenen. Die schönsten Landschaften wurden zu Nationalparks erklärt, ihr Spektrum reicht vom polnischen Amazonas bis zur Polnischen Sahara.

Polen erstreckt sich über 650 km von Nord nach Süd, wobei es von der Ostsee bis zu den Karpaten kontinuierlich ansteigt. Fast ebenso lang ist die Ausdehnung von West nach Ost. Damit hat das Land auf der Karte eine kompakte, annähernd runde Gestalt, die ziemlich genau das Zentrum Europas einnimmt, sofern man den Kontinent von der Iberischen Halbinsel bis zum Ural verortet. Seine Nachbarn im Westen sind Deutschland, im Süden die Tschechische und die Slowakische Republik, im Osten die Ukraine und Weißrussland, im Nordosten Litauen und das zu Russland gehörende Gebiet von Kaliningrad; jenseits der Ostsee liegen Dänemark und Schweden.

Die Küste ist 524 km lang und reicht vom Stettiner bis zum Frischen Haff: Auf die dem Oderdelta vorgelagerten Inseln Usedom und Wollin folgt eine gerade, fast wie mit dem Lineal gezogene Linie bis zur Halbinsel Hel. Ausgleichsküste wird sie genannt, weil Meeresströmungen im Zusammenspiel mit dem Wind alles Hervorspringende abtragen. Bewaldetes Steilufer wechselt ab mit Dünen und lagunenartigen Seen; die weißen, feinsandigen Strände zählen zu den breitesten in Europa.

An die Küste schließt sich der Baltische Höhenrücken an, eine weite, ruhige Hügellandschaft. Sie entstand während der Eiszeiten, deren letzte vor etwa 10 000 Jahren ausklang. Mehrfach überrollten skandinavische Gletscher das Land und schoben gewaltige Mengen von Sand und Gesteinsschutt vor sich her. Als das Eis zum Stillstand kam, erstarrten diese zu einer Kette unruhig geformter Buckel, die in der Kaschubei und in Masuren bis zu einer Höhe von über 300 m aufragen. Für sie haben Geologen den Ausdruck Stirnmoränen geprägt  im Unterschied zu den Grundmoränen, jener flachhügeligen Landschaft, die von Gletschern abgeschmirgelt wurde. In den von diesen Eiszungen ausgehobelten Hohlräumen bildeten sich Seen, einige von ihnen mit langem, in die Landschaft gegrabenem Bett, andere weiträumig und flach oder lochartig vertieft. Westlich der Weichsel liegt die Pommersche, östlich die Masurische Seenplatte: stille, melancholische Landschaften mit über 3000 Gewässern. Durch Flüsse und Kanäle miteinander verbunden, sind sie manchmal so groß, dass man sie als kleine Meere bezeichnet.

An den Baltischen Höhenrücken grenzt südwärts eine von Urstromtälern durchzogene Niederung, die mit ihren Wald- und Heideflächen ganz Zentralpolen einnimmt. Auf die Tiefebene folgt wieder Hügelland, das sich östlich der Oder vom oberschlesischen Annaberg über das Heilig-Kreuz-Gebirge bis zur Ukraine erstreckt. Noch weiter südlich schließt sich die Gebirgsregion an: Höchster Punkt der Sudeten ist mit 1602 m die Schneekoppe im Riesengebirge, die Karpaten werden vom 2499